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Wovon der OB schweigt: Wer Ausbau sät, wird Lärm ernten

„Wir begrüßen den Oberbürgermeister und seinen neuen Umweltdezernenten in den Reihen der Fluglärmgegner.“ Damit reagierte Christiane Hinninger, Fraktionsvorsitzende der Grünen Fraktion im Rathaus Wiesbaden auf die entsprechenden Äußerungen von Oberbürgermeister Müller und Dezernent Gossmann.

„Es habe sich aber gerade vor der Sommerpause gezeigt, wie ernst es CDU und SPD mit der Lärmbekämpfung ist, als sich beide Parteien weigerten, die Forderung nach einem Nachtflugverbot in die Resolution der Stadtverordnetenversammlung aufzunehmen,“ so Barbara Düe, umweltpolitische Sprecherin der Rathausfraktion, die auch daran erinnerte, dass die CDU-geführte Landesregierung derzeit klagt, um die bestehende Nachtflugbeschränkung aufzuweichen.

Es sei zwar richtig, dass der seit dem Frühjahr stark gestiegene Fluglärm durch erneute Veränderung der Flugrouten wieder reduziert werden müsse. Die Beschränkung auf ein Herumdoktern an den Flugrouten greife aber zu kurz.

Mit der neuen Landebahn werde die Zahl der Flüge und damit der Fluglärm deutlich steigen. Es sei eine Zunahme von 50 Prozent - von rund 80 bis auf 120 Flugbewegungen pro Stunde – zu erwarten.

Die ständig steigende Lärmbelastung sei Folge des unbeschränkten Flughafenausbaus, den CDU und SPD seit Jahren unterstützen. Ohne Ausbaustopp werde der Fluglärm immer weiter zunehmen.

Der Flughafen brauche ein neues Konzept mit echtem Nachflugverbot und Ausbaustopp! Die Vorstellung eines grenzenlosen Wachstums, bei dem man alle 15 bis 20 Jahre die Zahl der Flugbewegungen um ein paar Hunderttausend steigern könne, sei für den „Innenstadtflughafen des Rhein-Main-Gebietes“ absurd. „Dieses konzeptionslose Wachstum wird mit der Gesundheit der Bürginnen und Bürger in der Region bezahlt.“

 Christiane Hinninger - Fraktionsvorsitzende- (Bündnis 90 / Sie Grünen) Barbara Düe -Umweltpolitische Sprecherin-

(Lesen Sie zu diesem Thema auch unter: "Leserbriefe")

 
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