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Auch die Abflüge sind tiefer über Wiesbaden

Unsere Redaktion maßt sich nicht an, etwas besser zu wissen als die Fachleute und schon garnicht bei einem so komplizierten und komplexen Thema wie "Fluglärm". Aber daß ein abfliegendes Flugzeug wegen des stärkeren Schubes mehr Lärm macht als beim Anflug, haben wir eigentlich in der Schule gelernt und daß der Lärm bei einem niedrig fliegenden Flugzeug am Boden lauter gehört wird, als wenn es höher fliegen würde wissen wir auch...

...und genau das bestätigt nun ein Gutachten:
Boing und Co. fliegen tiefer und sind damit lauter, sprich es gibt mehr Lärm über uns! Wir fragen deshalb: Was kommt da im Herbst noch alles auf uns zu???

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Gutachten: Auch die Abflüge sind tiefer über Wiesbaden

Die seit dem 10. März 2011 veränderten Anflugrouten haben im Stadtgebiet von Wiesbaden erhebliche neue Fluglärmbelastungen zur Folge. Neben der Verschiebung sind auch die seit dem 10. März geringeren Anflughöhen über dem Stadtgebiet für die Lärmbelastung am Boden eine Ursache.

„Seit März haben wir aber auch viele Fluglärmbeschwerden durch Abflüge vom Flughafen Frankfurt. Deshalb hat die Stadt Wiesbaden, wie auch schon bei den Anflügen, ein Gutachten zu den Abflügen über dem Stadtgebiet beim Deutschen Fluglärmdienst e.V. beauftragt. Die Ergebnisse liegen jetzt rechtzeitig vor der nächsten Sitzung der Fluglärmkommission vor“, erklärt Umweltdezernent Arno Goßmann.

Eine Verschiebung der Abflüge, wie von vielen Bürgerinnen und Bürgern bei ihrer Beschwerde vermutet, konnte für normale Betriebstage nicht festgestellt werden. Allerdings ist eine deutliche Veränderung der Abflughöhen als Ursache für die zusätzliche Lärmbelastung seit dem 10. März 2011 festzustellen. „Entlang der gesamten Abflugroute über Wiesbaden werden deutlich geringere Höhen geflogen als zuvor. Diese signifikante Verschlechterung muss uns die Deutsche Flugsicherung in der nächsten Fluglärmkommissionssitzung erklären und alsbald zurücknehmen. Wir nehmen es nicht hin, dass nach den tiefer fliegenden Anflügen auch die Abflüge künstlich tiefer gehalten werden. Daran muss sich umgehend etwas ändern“, betont Arno Goßmann mit Nachdruck.

Das Gutachten zeigt zudem, dass auch bei längeren Abflugstrecken aufgrund der Kreuzungspunkte mit dem verschobenen Gegenanflug die Flugzeuge niedriger fliegen als sie dies aufgrund ihres Steigvermögens tun müssten. „Offensichtlich werden die Flugzeuge aufgrund des Kreuzungspunktes von der Deutschen Flugsicherung tiefer gehalten als sie dies von ihrem Steigverhalten her könnten“, so der Umweltdezernent abschließend.

 
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