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Kilian-Ensemble begeisterte in der Kilian-Kirche

Grandioses Konzert zum 175jährigen Jubiläum

Das mittlerweile bekannte und etablierte „Kilian-Ensemble Mainz/Wiesbaden“ gab ein Konzert zum 175jährigen Jubiläum der Kostheimer St.-Kilian-Kirche. Dabei wurde ein vielfältiges Repertoire geboten, dass über klassische Musik hinausging und einige „Extras“ bot. Vor gut gefüllter Kirche begann das Orchester fulminant mit der Ouvertüre Opus 24 von Mendelssohn Bartholdy. In die Renaissancezeit versetzt fand man sich mit den „Anticue Danze ed Arie per Liuto“, ein fünfsätziges Meisterwerk von Ottorino Resphigi, dass die dynamische Vielfältigkeit des Orchesters hervorragend zur Geltung brachte. Von zarten Oboenklängen bis zu schweren Blechbläserakkorden war dabei an Lautstärke alles vertreten.

Und was Tempo betrifft, glänzte das Orchester bei Bach’s Fuge in G-Dur, die von Gustav Holst für Orchester umgeschrieben wurde. Beim „Slawischen Marsch“ von Peter Tschaikowsky erzitterten buchstäblich die Kirchenwände und – wie Pfarrer Gottfried Scholz später dankend sagte: „Die Heiligenfiguren wippten im Takt mit“. Nun – alle Figuren blieben wohlbehalten an ihrem Platz als der „Mond über der Bourbon-Straße“ schien, so der Titel des nächsten Stückes auf Deutsch. „Moon over Bourbon Street“ ist ein Lied von „Sting“, einem Musiker der ehemaligen Gruppe „The Police“. Hier trat erstmals ein Sänger zusammen mit dem Kilian-Ensemble auf: Patrick Helbach aus Kiedrich brillierte gesanglich exzellent zusammen mit den Bläsern, die zeigten, dass sie nicht nur bei Klassik, sondern auch im „Bigband-Sound“ „klasse“ sind! Auch mit den „Miniatures Brasilieras“ verlies das Ensemble die „Klassik-Bühne“ und brachte brasilianisches Flair in die Kirche.

Kein Wunder, dass das Publikum zwei Zugaben forderte, die mit dem „Maple Leaf Rag“ und „Bolero Espanol“ dargeboten wurde.
Dirigent Tomasz Trzcinski hat das Orchester zu einem hohen Niveau gebracht und man darf sich auf weitere Konzerte freuen. 2008 von Thomas Niklaus gegründet, steht das Ensemble mit dieser Besetzung und diesem Repertoir einzig in weiter Umgebung da und es wurden schon einige  „spektakuläre“ Auftritte und Konzert absolviert – u. a. im Straßburger Münster, auf der Loreley zu „Rhein in Flammen“ und zuletzt auf der Bundesgartenschau in Koblenz. Man freut sich immer über neue Musikerinnen und Musiker und auch über neue Auftrittsmöglichkeiten!

(Zur Bildvergrößerung bitte auf das Foto klicken)

 
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