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Aufklärung über Stadttauben tut not!

Erfolgreiches Augsburger Modell muss fortgeführt werden

„Warum hat es der Magistrat so weit kommen lassen?", fragt sich die umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN Rathausfraktion, Barbara Düe. Auf einen Antrag der GRÜNEN im Umweltausschuss hin ist jetzt ans Licht gekommen, dass der betreute Taubenschlag am Kultusministeriumsgebäude am Luisenplatz geräumt werden soll – und das, obwohl man mit dem so genannten Augsburger Modell in den vergangenen fünf Jahren gute Erfahrungen gemacht hat. In den betreuten Schlägen werden die Taubeneier durch Attrappen ausgetauscht und damit die Population der Stadttauben auf ein verträgliches Maß reduziert.    

„Die bewährte Betreuung der Taubenschläge durch den Wiesbadener Tierschutzverein wurde 2010 gekündigt, seitdem ging das richtige und wichtige Projekt offenbar den Bach runter, ohne dass das für die Taubenschläge zuständige Dezernat gegensteuern konnte“, kritisiert Düe. Seit September 2011 besteht eine Kooperation mit dem „Stadttaubenprojekt Frankfurt e.V.“, das im gesamten Rhein-Main-Gebiet Taubenschläge betreut und für seine Arbeit bereits mit dem Hessischen Tierschutzpreis ausgezeichnet wurde.

Den Vertrag mit dem Kultusministerium konnte dies jedoch offensichtlich nicht retten. Zurzeit werden die Tauben in andere Schläge verbracht bzw. in Frankfurter Schlägen zwischenlogiert. „Das kann doch wohl nicht wahr sein: Im Besitz der Stadt befinden sich unzählige Immobilien, deren Dachstühle sich zur betreuten Unterbringung von Stadttauben eignen“, so Düe. „Das Einrichten eines staubdichten Schlags mit 150 Nichtplätzen kostet gerade mal 4000 Euro – ein Bruchteil der Kosten, die die Stadt jährlich für Vergrämungsmaßnahmen investiert, die zu nichts führen.“

Eine kontrollierte, gesunde Population ist das erklärte Ziel der kommunalen Taubenpolitik. Dafür müssen an neuralgischen Punkten wie dem Dern‘schen Gelände, Platz der deutschen Einheit und Wilhelmstraße/Warmer Damm weitere Schläge eingerichtet werden. „Der Magistrat muss eine offensivere Informationspolitik betreiben. Dass es hier Defizite gibt, zeigt etwa, dass seit Einführung des Augsburger Modells in Wiesbaden vor fünf Jahren kein einziger weiterer Taubenschlag mehr eingerichtet wurde“, so Düe. „Eine gesundheitliche Gefährdung durch Tauben ist nicht größer als durch Zier- und Wildvögel. Es gilt, die Stigmatisierung von Tauben zu beenden und zu einem vernünftigen Umgang mit diesem hausgemachten Problem zu gelangen. Dies ist nur möglich, wenn es gelingt, weitere Schläge einzurichten“, so Düe. „Deshalb appellieren wir an Hauseigentümer und die städtische Immobiliengesellschaft, sich diesem Problem zu stellen und Verantwortung zu übernehmen!“

Barbara Düe - Frank Schuster
 
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