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Feuerwehr Mainz hatte keine Verschnaufpause

Die Feuerwehr Mainz wurde am Freitagvormittag bereits zu insgesamt sechs, davon fünf zeitkritischen, Einsätzen alarmiert.

Die Einsätze wurden im Zeitraum zwischen 09:50 und 14:30 Uhr abgearbeitet. Da sich die Ereignisse kurz hintereinander bzw. fast zeitgleich ereigneten, stellte dies eine besondere logistische Herausforderung für die Feuerwehr Mainz dar.

09:50 Uhr: Unterstützung Rettungsdienst, Mombach, Am Hipperich. Aufgrund einer bestehenden Vorerkrankung war die Unterstützung der Feuerwehr erforderlich, eine Patientin mit akuter Atemnot aus dem 1. Obergeschoss in den Rettungswagen zu bringen. Der Treppenraum des Gebäudes war für die Rettung zu eng. Für eine möglichst schonende Rettung wurde die Patientin von Feuerwehr und Rettungsdienst in eine Schleifkorbtrage umgelagert. Aus einer tragbaren Feuerwehrleiter wurde zeitgleich auf der Gebäuderückseite eine schiefe Ebene hergestellt. Über diese konnte die Patientin in der Trage nun vorsichtig hinab gleiten. Dabei wurde sie mit Leinen gesichert. Anschließend wurde sie dem Rettungsdienst übergeben und ins Krankenhaus gebracht. Während der Rettung kümmerte sich ein Notarzt um die Patientin.

09:54 Uhr: Größerer Wasserschaden, Mainz-Neustadt, Hindenburgstraße. Offensichtlich durch einen technischen Defekt in der Küche einer Wohnung im 5. OG eines Mehrfamilienhauses in der Hindenburgstraße, kam es zu einem massiven Wasserschaden. In dessen Folge wurde auch die darunterliegende Wohnung im 4. OG in Mitleidenschaft gezogen. Dort kam es zu großflächigen Putzabplatzungen im Deckenbereich, auch die Elektroinstallation war betroffen. Von der Feuerwehr wurde zunächst der Strom abgeschaltet und anschließend der Wasserschaden mit zwei Wassersaugern beseitigt. Ein Statiker der Bauaufsicht wurde zur Beurteilung einer möglichen Einsturzgefahr der Decke hinzugezogen. Eine Gefährdung bestand glücklicherweise nicht. Die Wohnung im 4. OG ist bis auf Weiteres unbewohnbar, der Schaden wird auf ca. 20.000 € geschätzt.

10:18 Uhr: Brandmelderalarm, Gonsenheim, Elsa-Brändström-Straße 39. In einer Tiefgarage in der Elsa-Brändström-Straße hatte die automatische Brandmeldeanlage ausgelöst. Der betroffene Bereich in der Garage wurde von der Feuerwehr kontrolliert. Offensichtlich hatte ein optischer Rauchmelder durch Staubaufwirbelungen bei Sanierungsarbeiten den Alarm ausgelöst. Es bestand keine Gefahr.

11:05 Uhr: Gebäudebrand, Neustadt, Frauenlobstraße. Dem Bewohner des 1. Obergeschosses eines Mehrfamilienhauses in der Frauenlobstraße schlug eine Stichflamme aus dem Gaszähler entgegen. Hierbei wurde er leicht verletzt, konnte sich aber noch ins Freie retten. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte brachten sich einige Bewohner der oberen Geschosse über den leicht verrauchten Treppenraum ins Freie. Die Feuerwehr unterstütze die Bewohner zunächst beim Verlassen des Treppenraums. Anschließend ging ein Trupp unter Atemschutz mit einem C-Rohr zur Brandbekämpfung in die Wohnung vor. Zeitgleich wurde von außen mit Hilfe der Drehleiter ein Fenster eingeschlagen, damit der Rauch abziehen konnte. Um die erneute Verrauchung des Treppenraums zu verhindern kam ein Überdrucklüfter zum Einsatz. Parallel hierzu wurde die Gaszufuhr zu dem Gebäude von den Stadtwerken abgestellt. Das Feuer hatte auf diverse Einrichtungsgegenstände übergegriffen, konnte aber schnell unter Kontrolle
gebracht werden. Eine Zwischendecke musste entfernt werden, um Glutnester zu löschen. Im Laufe des Einsatzes wurde von den Einsatzkräften festgestellt, dass außer dem Brand weitere Defekte an Versorgungsleitungen vorhanden waren. Ob ein Zusammenhang mit der Brandursache besteht und wie es dazu kommen konnte, wird derzeit von der Kriminalpolizei ermittelt. Vorsorglich wurden sämtliche Wohnungen des Gebäudes geöffnet und kontrolliert. Da sicherheitshalber Strom, Gas und Wasser in dem kompletten Gebäude ausgeschaltet werden mussten, werden die Bewohner durch den Gebäudeeigentümer vorübergehend anderweitig untergebracht. Der Sachschaden wird seitens der Feuerwehr auf mind. 50.000 Euro geschätzt.

11:22 Uhr: Ölspur, Rheintalstraße, Laubenheim. Der Feuerwehrleitstelle wurde eine größere Ölspur im Bereich der Rheintalstraße in Laubenheim gemeldet. Da sich sämtliche Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr im Einsatz befanden wurde zunächst die Freiwillige Feuerwehr Laubenheim alarmiert. Nach einer ersten Erkundung wurde festgestellt, dass die Ölspur vom Dammweg über die Rheintalstraße bis zur Wilhelm-Leuschner-Straße verläuft. Die Ölspur wurde mit Ölbindemittel beseitigt. Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurden die Einsatzkräfte der FF Laubenheim durch Kräfte der Berufsfeuerwehr unterstützt. Der Verursacher der Ölspur ist unbekannt, die Polizei ermittelt.

12:17 Uhr: Person in Aufzug, Flugplatzstraße, Finthen. Über Notruf 112 meldete eine weibliche Person, dass sie in einem Aufzug in der Flugplatzstraße in Finthen feststecke. Daraufhin wurde das Hilfeleistungslöschfahrzeug der Feuerwache 1 aus dem noch laufenden Einsatz in der Frauenlobstraße abgezogen und zur Einsatzstelle nach Finthen entsandt, zeitgleich wurde auch die Freiwillige Feuerwehr Mainz-Finthen alarmiert. Vor Ort wurde festgestellt, dass sich die Person in einem Aufzug zwischen 1. und 2. OG befand. Die Feuerwehr schaltete daraufhin den Aufzug stromlos, öffnete die Aufzugstür mit einem speziellen Schlüssel und befreite so die Person aus dem Aufzug. Die Person war wohlauf, der Aufzug wurde von der Feuerwehr außer Betrieb genommen. Eine Wartungsfirma wurde verständigt.

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