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SPD Kostheim - guter Ton abhanden gekommen

Beim Neujahrsempfang der Kostheimer SPD sind offenbar einige "deftige" Worte gefallen, die das Mißfallen Anderer erregt haben. Diese Worte waren offensichtlich gegen die FDP bzw. Frau Annegret Kracht gerichtet und wir erfuhren von Frau Kracht, daß es sich aus ihrer Sicht um Formulierungen handelt, die durchaus einen strafrechtlichen Hintergrund bilden könnten und ohne eine öffentliche Entschuldigung auch so nicht hingenommen werden.

Die genauen Formilierungen sind uns nicht bekannt, wir sind jedoch der Meinung auf diesen Hintergrund hinweisen zu sollen, damit der Leser, der mit den Tatsachen nicht bekannt ist, den Hintergrund  des nachfolgenden "offenen Briefes" der FWG Kostheim  besser einordnend kann:

FREIE WÄHLERGEMEINSCHAFT KOSTHEIM

Offener Brief an den Fraktionschef der SPD Kostheim
IHRE ÄUSSERUNGEN AUF DEM NEUJAHRSEMPFANG DER SPD

Werter Herr Losem,
in den 5 Jahren, in denen wir gemeinsam im Kostheimer Ortsbeirat tätig waren, habe ich Sie als einen engagierten, scharfzüngigen und aber auch fairen Kollegen kennen und schätzen gelernt. Ihre Wortbeiträge in Diskussionen mit Dezernenten und Amtsvertretern waren – sicher von der Sorge um die hehren Ideale der SPD geprägt - oftmals am Rande dessen, was man als „guten Ton“ bezeichnen könnte. Dieser gute Ton scheint aber in der kleinen und großen Politik heute allgemein keine Rolle mehr zu spielen.

Das, was Sie aber anlässlich des Neujahrsempfangs der SPD über die - ich zitiere - „kleine, nichtsnutzige Partei“ gesagt und dabei Frau Kracht persönlich gemeint haben, ist weit unter der Gürtellinie. Und dies im zweifachen Sinne. Zum einen haben Sie wohl vergessen, dass Kommunalwahlen Persönlichkeitswahlen sind. Und es war nicht die „kleine, nichtsnutzige Partei“, die Sie und die SPD um den aufgrund positiver Zwischenergebnisse schon eingeplanten weiteren Sitz im Ortsbeirat gebracht hat. Es hat eher den Anschein, dass es der SPD an Persönlichkeiten fehlt, die auch im Rahmen des Kumulierens und Panaschierens Stimmen hätte hinzu gewinnen können.

Zum anderen hat Ihr offensichtliches Werben, den „Spielverderber“ FDP in eine Koalition einzubinden, keinen Erfolg gehabt. Es scheint vielmehr, dass die Attacke gegen eine verdienstvolle Kommunalpolitikerin wie Annegret Kracht mit dieser Entwicklung im direkten Zusammenhang steht. Auch Ihr Hinweis, dass der SPD-Kandidat für das Amt des Ortsvorstehers doppelt so viele Stimmen erreicht habe wie der amtierende Ortsvorsteher Stephan Lauer, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Weil die SPD auf der Wahlliste nur 14 Kandidaten ausgewiesen hatte, führte dies zwangsläufig dazu, dass bei der Wahlentscheidung für eine bestimmte Partei automatisch der jeweilige Spitzenkandidat statt eine, zwei Stimmen erhält. Ein feiner – aber fauler - Trick.

Sich mit diesem Ergebnis auch noch brüsten in der Hoffnung, dass dies keiner merkt, ist eine Ohrfeige für die Wähler. Kostheim hat freilich genug Probleme. Diese können nur durch eine Zusammenarbeit aller Kollegen im Ortsbeirat gelöst werden. Und nur gemeinsam ist man stark. Auch die SPD braucht die Stimmen aus der Koalition, um eigene Anträge auf den Weg zu bringen.

Mit freundlichen Grüßen. Karl-Herbert Müller

 
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