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Traditionsgarde feierte auf höchstem Funzelniveau
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Traditionsgarde feierte auf höchstem Funzelniveau

von Peter Diez

In der Reduit wurde am Samstag ausgelassen gefeiert. Die Jocus Garde hatte zur finalen Funzelsitzung geladen. Die knallvollen Kassematten erlebte einen rauschend vierfarbbunten Abend. Da dröhnten Helau Rufe und Lachsalven gegen die dicken Reduit - Mauern, sodass die Funzeln an den Gewölben lustig mitschaukeln. Schon nach wenigen Minuten war die närrische Funzelge¬meinde in Hochstimmung. „Wir üben's gleich noch einmal, hört genau, den Schlachtruf ,Funzel Helau'!", so der „Oberfunzeler" und Sitzungspräsident Guido Froitzheim, assistiert von den charmanten Komiteeterinnen Thea Kaltenbach und Hanne Liehrs.

Der erfahrene „närrische Schlachtenlenker" Guido versteht es das Stimmungsbarometer hochklettern zu lassen, zumal die Fastnachtsnostalgie der Garde von denen, die echten Kokolores lieben, sehr geschätzt wird. Da stand auch schon der erste  Büttenstrategen sozusagen als traditionelles Sitzungsvorspiel auf der närrischen Rostra, Jür¬gen Wiesmann  (MCC).  In seinem Vortrag als "Ernst Lustig“  hagelte es gleich zum Auftakt Pointen. "Resümiert doch sein Chef beim golfen, jed Minute wo der fehlt, is de Firma geholfe". Für diesen Klasse Vortrag gab 's „Funzel-Helau!" und die erste Begeisterungswelle im Saal.

Unter den Klängen des Narrhallamarschs zog nun das Komitee um Sitzungspräsident Guido Froitzheim und Abordnungen der 111x jubilierenden Mainzer Freischützen-Garde, der Kleppergarde und Offizier der eigenen Garde ein. Die Lachmuskeln hatten sich bereits zu lockern begonnen, als sich Joe Mauer von den Sonnenberger Käuzchen „witzisch" und very british als Queen-Mam in die Bütt be¬gab. Für seinen gelungenen Kokoloresvortrag prasselte Beifall durch das Gewölbe.

Von der Funzelsitzung nicht mehr wegzudenken,  sind Thomas Baum und Markus Lehmann die in dieser Kampagne eine hohe Dosis „Spaß-Medizin" mit ihrem Zwiegespräch als Adam und Eva über die Narren ausgießen. Ein Altmeister der Butt Stefan Fink Sitzungspräsident der Kolpingfasrtnacht, bestach mit seiner Büttenrede als Grieche "Konkursius Pleitopopolos“  der die Fassenacht ans Mittelmeer transportieren möchte unter dem Motto: „Sonne, Ouzo - nur kein Bluff - mir sin pleite doch gut druff“, für diese Schnappsidee wurde er mit Standing Ovations belohnten. Zum Thema Zahlmeister der EU, trug der Sitzungspräsident eine neue Variante für den Text des Deutschlandlieds vor:

Deutschland, Deutschland, zahl' für alles,
Zahl' für alles in der Welt,
Zahl' für Griechenland, zahl' für Portugal
Ganz Europa braucht Dein Geld,
Alle armen Staaten kriechen In Dein grundsolides Zelt
Deutschland, Deutschland, zahl' für alles, zahl' für alles in der Welt!


Als nächstes rockte Silvia Martens das Gewölbe, mit ihren bekannten Stimmungs- und Schunkelliedern sorgte sie für ausgelassene Fröhlichkeit im Saal und begeistert standen viele Närrinnen und Narren auf den Stühlen. Frenetischen Applaus bekam auch  Beate Dietz, die  bei der Garde wie auf anderen närrischen Bühnen eine Erfolgsgarantin ist. Sie mutete dem Narrenvolk Lachmuskelstrapazen zu mit ihrem Supervortrag "Hilfe mein Mann ist in Rente". Nach der Pause knüpfte die erst 13-jährige Büttenrednerin Anna-Sophie Pabst von der Mainzer Kleppergarde nahtlos an das hohe Niveau der ersten Halbzeit an.

Ihre Eltern tun sich im Umgang mit der Technik sehr schwer, sodass sie die Navigation im Auto übernehmen muss. Zu einer lustigen Seefahrt lud  „Matrose“ Christian Schäfer  die jubelnden Narren, seine gesanglichen Einlagen wurden am Schifferklavier begleitet von Christian Preiss (Flörsheimer Narrenclub). Nun durfte der „Rosenkavalier vun de Vilsbach Bube", Die¬ter Meisenzahl, nicht fehlen, der nicht nur bei der  holden Weiblichkeit mit seinem offenherzigen Gesang nur so „Funzel-Helaus" sammelte seine Zugabe mit seine Gassenhauern Winni Winni Winni und der Bimmelbahn katapultierte das Auditorium auf die Stühle.

Danach erschallte der Ruf "Hallo Freunde" und überschäumend schallte "Hallo Dilldapp" zurück. Urkomisch und typisch „Dilldapp" Frank Schwarztrauber erzeugte auf deftige Art ge¬zielte Lachsalven, die in der stimmungsgeladenen Atmosphäre super ankamen und den Weg frei machten für die glanzvoll aufspielenden No Name, die den Narrhanesen ein wahrhaft berauschendes Finale boten.

Die Regie im närrischen Spiel führte Gardepräsident Markus Richter, Carsten Moravek und Detlef Kownatzki mit be¬währter Routine. Beim Finale der Sitzung dankte Funzel¬chef Guido Froitzheim der prächtig mitgehenden Funzelgemeinde für unvergessene Stunden in dieser  Kampagne. Die ersten Sitzungen der Kampagne  2013 sind schon ausverkauft man muss sich also sputen einen begehrten Platz in einer Funzelsitzung zu ergattern. 

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