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Närrische Kost am laufenden Band beim MGV Kostheim 1844
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Närrische Kost am laufenden Band beim MGV Kostheim 1844

Sitzung beim „Alten“ überzeugte mit närrischen Höchstleistungen

(LSH) Ausgelassene Stimmung herrschte im Saal des Bürgerhauses bereits beim Einmarsch des närrischen Komitees, eskortiert von den Abgeordneten der Ranzengarde und der Jocusgarde.  Die Hofkapelle MV Concordia unter Leitung von Ralf Worf hatte bereits die in fröhlicher Erwartung befindlichen Narrhallesen im Saal mit fröhlichen Karnevalsliedern aufs Beste eingestimmt. Nach der Begrüßung des närrischen Auditoriums durch den Sitzungspräsidenten Gottfried Weber konnte der närrische Reigen auf der Rostra beginnen.

Als Meister der Kunst des gereimten Vortrages erwies sich wiedermal die Fastnachtskoryphäe Adi Guckelsberger, Sitzungspräsident des MNC, in seiner bekannten und von den Fastnachtern geliebten Rolle als Nachtwächter: „ was los war uff da Gass“. Seine Versreime, gemischt mit Kokolores und Politik, fordern das Auditorium heraus, den begonnenen Reim zu Ende zu reimen und alle machen unter Gelächter mit.

Mit einem fetzigen „Rock`n Roll“ begeisterten die Damen des Showtanzballetts des GV Harmonie die Narrhallesen und ließen die Wogen höher schlagen. Einstudiert von Bettina Stauder.
Dass der MGV wieder einmal die Besten der närrischen Zunft zu Gast hatte, bewies Toni Österreich (KCK). Über die Nöte eines Sitzungspräsidenten und was vor und hinter der Bühne so alles passiert, wurde viel gelacht: „Hinter der Bühne im Fall des Falles, bin ich immer der Depp für Alles“!

Die „Käsbachfinken“ unter Leitung von Hans Dötsch und musikalischer Begleitung von Marion Auth verstanden es wieder, neben beliebten Stimmungsliedern das politische Geschehen in gekonnter satirischer Weise zu glossieren. In ihrer „kleinen Weltreise“ als Matrosen steuert ihr Narrenschiff über den großen Teich nach USA, wo die Wirtschaftskrise hohe Wellen schlägt. In einem Schlenker geht es nach Griechenland, wo es nicht besser aussieht. Aber auch die Bundespolitik wird in ihren Liedern durch den sprichwörtlichen „ Kakao“ gezogen. Sie hissten die Piratenflagge: „Piraten wollen den Bundestag entern, dabei bringen sie das Schiff zum Kentern“.

Jürgen Wiesmann, Sitzungspräsident des MCC, strapazierte die Lachmuskeln des Auditoriums mit seinem Kokoloresvortrag „Familienoberhaupt Ernst Lustig“. Als Manager für Pausen und Freizeit ist er bei einem 18-Stundentag schon arg gefordert und wurde jetzt zum  „Manager des Jahres“ gewählt. Begründung: „Mit jeder Minute, die er fehlt, ist der Firma geholfen“. Zuhause hat er „was zu saache, aber doch nix zu melde“. Eine Gaudi besonderer Art servierte die Showtanzgruppe „Fuego“ des GV Harmonie und das Komitee, indem sie als Cowboys und Indianer die Bühne stürmten und den Sitzungspräsidenten an den „Marterpfahl“ banden, und das alles unter den Klängen des Kulthits „Komm hol das Lasso raus“, begleitet von der Hofkapelle Concordia.

 

Das närrische Auditorium sang stehend begeistert mit. Mit Beifallsstürmen ging es weiter für die Damen der CG „Fidele Elf“ aus Wiesbaden, die mit ihrem klassischen Gardetanz die Narren im Saal begeisterten. Ein Augenschmaus besonderer Art. An einer Zugabe kamen die Damen nicht vorbei.  Die Einstudierung hatte General Eller-Bellersheim. Einmalig unter den Meenzer Fastnachtskoryphäen ist Andreas Schmitt, Sitzungspräsident der Eiskalten Brüder,  als „göttliche, gewichtige, sakrale Figur“ in seiner Lieblingsrolle als „Obermessdiener vom Dom“. Da brandete schon schallender Applaus auf, als er die närrische Rostra betrat. Die 05-fer  und ihr schlechter Tabellenstand hatten es ihm besonders angetan: „Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Freiburg her“. Die Lachsalven im Saal nahmen kein Ende. Standing Ovations für ihn.

Eine Klasse für sich sind die „Auringer Buben“. Mit Stimmungsliedern aus der Fassenacht von Kölle un Meenz brachten sie die Narrhallesen im Saal nach der Pause wieder so richtig in Fahrt. Da ging die Post ab!. Die fünf Musiker mit Akkordeon, Gitarren und Schlagzeug waren echte Stimmungskanonen. Der Hit des österreichischen Shootingstars und Volksrock`n Rollers
Andreas Gabalier: „I sing a Liad füa di” ließ die Narrhallesen nicht mehr auf ihren Stühlen und alle sangen stehend mit.

Als „kritischer Zeitbetrachter“ nahm Bardo Frosch (KCK) das politische und gesellschaftliche Zeitgeschehen aufs Korn. Seine satirische und humorgewürzte Rundschau traf auf jeden Fall den „buchstäblichen Nagel auf den Kopf“. Der ehemalige OB Beutel aus Mainz bekam sein Fett weg: „Ohne Geld im Portemonnaie in Urlaub an den Tegernsee“. Die FDP wird von Piraten noch geentert und ist dann an der Spree gekentert.

Das Männerballett des Taunussteiner Carnevalvereins tanzte zum Motto „Ein Offizier am
Zuckerhut“ und entlockte vor allem den weiblichen Narrhallesen schallenden Applaus. Zu flotten Sambarhythmen tanzten sie und rockten die Bühne.
Die Ballade vom „verlorenen Schlüsselloch“ hat sich Jahrzehnte in den Narrhallen von Mainz und Umgebung einen festen Platz geschaffen. Manfred Schult, als Coupletsänger, in seiner Rolle als „beschwipster Zecher“, hat das lustige Lied zum Gelächter der Narren in gekonnter Manier
vorgetragen.

Zu später Stunde wusste der „Manager“ Helmut Fritz mit geschliffenem Wort-Florett rhetorische Pfeile abzuschießen. Standing Ovations war dem Redner gewiss.
Ein absolutes Highlight bot das Tanzballett „Fuego“ des GV Harmonie. Als „Rockstars“ in tollen Kostümen rockten sie die Bühne unter tosendem Applaus nach einem Medley bekannter Hits aus der Rock`n Roll-Szene der  50-ziger Jahre. Einfach cool!

Der Sitzungspräsident Gottfried Weber ließ es sich nicht nehmen, persönlich in die Bütt zu steigen und als „Dr. der Kussologie“ seine Erfahrungen preiszugeben. Es war erstaunlich, was es alles für Kussarten gibt - wenn man ihm glauben mag. So „dicke unn zarte und auch kurze unn nasse“ Ein Vortrag zum Schmunzeln und Lachen. Letzter Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Frauengruppe des MGV Kostheim 1844. Sie waren auf der Veranstaltung „Meenzer Allgemeiner Multicarnevale Musik Award (MAMMA).  Sie sangen  Lieder der nominierter Fastnachtsgrößen aus Kostheim, Mainz und Köln und endeten mit Queen „Mama, die Fassenacht am Rhein – nirgends kann es schöner sein“. Das gesamte närrische Auditorium erhob sich von den Plätzen und klatschte und sang begeistert mit.
Im Verlaufe der Veranstaltung verlieh der Mainzer AKK-Beauftragte Horst Maus den Stadtorden an Brigitte Voirin für ihr Engagement um die Fassenacht im MGV.

Besonderer Applaus wurde dem Sitzungspräsidenten Gottfried Weber zuteil, der das Narrenschiff mit sicherer Hand durch die gelungene Sitzung lenkte und um stetige witzige Pointen nicht verlegen war. Sein Dank galt dem hervorragenden Publikum im Saal und ebenso den Helfern vor und hinter den Kulissen.

-Lothar Stenger-

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