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Randale bei Mainz 05/Kaiserslautern - Fans gingen aufeinander los

Fußballderby – 6 Busse beschädigt – Unfall mit Folgen

Die Bundespolizei und die Mainzer Polizei mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei waren auf das Lokalderby 1. FSV Mainz 05 und 1. FC Kaiserslautern gut vorbereitet.

Bereits in Kaiserslautern kontrollierte die Bundespolizei die circa 1800 Bahnreisenden selektiv; 120 Personen wurden dabei gründlich durchsucht. Ansonsten kam es auf der Anreise zu keinen nennenswerten Ereignissen. In Mainz versuchte zunächst eine Gruppe Mainzer Fans die Alicebrücke stadtauswärts zu blockieren wegen der passierenden Kaiserslauterner, konnte aber von Polizeikräften von der Straße gedrängt werden.

Fast alle Bahnreisenden wurden mit Shuttlebussen zum Stadion gebracht. Dabei kam es auf der Fahrt in drei Bussen zu Beschädigungen (Ausglasen von Scheiben). Bei Spielbeginn zündeten viele Gäste im Gästefanblock zeitgleich mindestens 30 Signalfackeln, die für reichlich Rauch sorgten. Auch nach dem zweiten Tor der Mainzer Signalfackeln und eigene Fanschals abgebrannt. Nach Spielende (4:0) befanden sich die Fans aus Kaiserslautern im Schock. Bis auf eine abgebrannte Fackel im Gästetunnel, die von Ordnern entsorgt wurde, kam es zunächst zu keinen weiteren Ereignissen. Die Abreise der Fans in den Reisebussen aus Kaiserslautern verlief reibungslos.

Als die letzten fünf Busse zum Bahnhof gebracht wurden, wendete ein Pkw auf der Koblenzer Straße in Höhe der Fachhochschule genau in dem Augenblick, als die Kolonne an den sich dort stauenden Fahrzeugen vorbei fahren wollte. Der voranfahrende Motorradfahrer der Polizei, der die Kolonne lotste, fuhr dem Pkw in die Seite. Er verletzte sich am Fuß, der Pkw-Fahrer (49 Jahre) erlitt eine Nasenbeinfraktur.

 

Die Straße musste für die Unfallaufnahme (bis 19:00 Uhr) gesperrt werden. Notärzte kümmerten sich um die Verletzten. Die Fans in den drei - hinter dem Lotsenfahrzeug – herfahrenden Shuttlebussen wurden von passierenden Mainzer Fans provoziert und schlugen daraufhin die Scheiben der Busse ein. Viele stiegen aus. Es kam zu erheblichen Auseinandersetzungen zwischen Kaiserslauternern und Mainzer Fans. Unter Einsatz von körperlicher Gewalt und dem Einsatz von Schlagstöcke und Pfefferspray konnten die rivalisierenden Gruppierungen getrennt werden.

Einige Kaiserslauterner „entkamen“, verhielten sich aber in der Folge unauffällig. Der Großteil der Kaiserslauterner wurde in die Busse zurückgedrängt. Danach konnten die Busse die Unfallstelle passieren. Dabei warfen einige Kaiserslauterner mit Nothämmern auf den verletzten Beamten und den behandelnden Notarzt und riefen Schmähparolen. Ein dabei stehender Polizeibeamter wurde am Fuß getroffen.
Am Bahnhof kam es zu keinen weiteren Ereignissen mehr.


Polizeidirektor Claus Colausich dankte allen Beamten, insbesondere der Bundespolizei, die durch ihre Vorkontrollen erheblich zum Gelingen des Gesamteinsatzes beigetragen hat, nicht zuletzt durch die ständige Unterstützung der Landespolizei während und nach der Spielphase bis zur Abreise vom Hauptbahnhof. Außerdem begleiteten sie die Gästefans in den Zügen in ihre Heimat.

 
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