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Mehr Fluglärm in Kostheim durch Westwindbetrieb ?

Ab Juli 2012 sollen die Gegenanflüge bei Westwind-Betrieb über Wiesbaden angehoben werden, damit auch Großraumflugzeuge in Zukunft die Südumfliegung nutzen können. Die Auswirkungen dieser Maßnahme sind nicht eindeutig geklärt und es ist nicht auszuschließen, dass Kostheimer Bürger in Zukunft nicht durch bei Ostwindlagen mehr Lärm ertragen müssen, sondern zusätzlich auch bei Westwind-Abflügen belastet werden.

Aus diesem Grunde hat sich die FWG an die Landeshauptstadt Wiesbaden gewandt und um Klärung des Sachverhalts und dessen Folgen gebeten.Die nachfolgende Presseinformation erklärt die Hintergründe und informiert gleichzeitig über die FWG-Fragestellung an die zuständigen Fachbereiche.

Lärmbelastung bei Südumfliegung für Kostheim nicht absehbar.


FWG fordert eindeutige Klärung aus Wiesbaden Mainz-Kostheim 19.3.12 – Die Lärmbelästigung hat seit der Eröffnung der neuen Nordwest-Landebahn deutlich zugenommen und Alt-Kostheim ist von dieser Veränderung bei Ostwindlagen besonders stark betroffen. Bei Westwind startende Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge fliegen seit Oktober 2011 dagegen über die sogenannte „Südumfliegung“ in größeren Höhen über Kostheim, bevor sie ihren Kurs Richtung Norden und Westen fortsetzen. Lediglich Großraumflugzeuge – wie beispielsweise der Jumbo-Jet oder Boeing B 747 - fliegen heute noch in einer direkten Linie von Hochheim kommend in 1.200 bis 1.500 m Höhe über östliche Wohngebiete und sind damit deutlich wahrnehmbar.

Nach Informationen der Landeshauptstadt Wiesbaden werden ab Juli 2012 die Gegenanflüge bei Westwindbetrieb um 300 Meter angehoben und in der Folge sollen auch die Großraumflugzeuge mit dem geringeren Steigvermögen die Südumfliegung nutzen. „Was dem Laien bei Westwindlagen erst einmal als mögliche Lärmreduzierung erscheinen mag, kann sich in der Praxis leider in das Gegenteil verkehren,“ stellt dazu der FWG-Verkehrsexperte Gerd-Josef Weckbacher fest.

„Eine deutliche Verschlechterung der Lärmsituation für die AKK-Stadtteile kann nach unserer Einschätzung immer dann entstehen, wenn startende Flugzeuge auf der Südumfliegung den Gegenverkehr im Luftraum über Wiesbaden in niedrigerer Höhe als heute unterfliegen müssen. In dieser für Kostheim so entscheidenden Frage hat sich die Landeshauptstadt bisher nicht verbindlich geäußert.“ Deshalb erwartet die FWG vom Magistrat der Stadt Wiesbaden Antworten auf Fragen zur Fluglärmsituation, die für Kostheim von größter Bedeutung sind:

Offen ist, wie sich die Anhebung des nördlichen Gegenanflugs über Wiesbaden auf die Lärmsituation im Südosten der Stadt auswirken wird, wenn bei Westwindlagen alle Flugzeugtypen die Südumfliegung nutzen werden. Unklar ist ebenfalls, ob Großraumflugzeuge mit einer geringeren Steigleistung die gleiche Überflughöhe wie Kurzstreckenjets über Kostheim erreichen und den Gegenanflug in Wiesbaden überfliegen können. Wahrscheinlich muss aber auch bei dieser Variante mit den derzeitigen Überflughöhen für diese Flugzeugtypen von nur 1.200 bis 1.500 m gerechnet werden.

Der Lärmpegel über Kostheim wird sich nicht nur durch die Lautstärke der einzelnen Flüge, sondern auch durch deren Anzahl bei Westwindlagen (im Jahresdurchschnitt 75% aller Fälle) verändern und damit erhöhen.Durch die Bestrebungen der Landeshauptstadt Wiesbaden den nördlichen Anflug anzuheben entsteht eine völlig neue Situation, die dem Südosten der Stadt erheblichen Lärmzuwachs bringen wird.

Deshalb muss hier Frage gestellt werden, ob sich die Landeshauptstadt dieser Veränderungen im Vorfeld bewusst war und was getan wurde, um diese negativen Auswirkungen zu vermeiden. „Die FWG wird sich weiterhin konsequent für eine Verbesserung der Fluglärmsituation einsetzen und so lange in Wiesbaden insistieren, bis wir schlüssige Antworten auf diese wichtigen Fragen erhalten haben,“ beschreibt der FWG-Fraktionsvorsitzende Erich Burkl die weitere Vorgehensweise.
 
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