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Initiative für mehr Lebensqualität

Biebricher gegen Verkehr XXL

Nirgends wird aktiv gegengesteuert, nachts können viele Anwohner wegen der Schwerlaster oder Zulieferer der Gewerbegebiete (häufig auch gerade LKW von Mann Mobilia) kaum noch schlafen. Als Lärmsanierungsgebiet langjährig bekannt und von Luftschadstoffen über die Grenzwerte belastet, soll dieses Gebiet nun großflächig unbewohnbar gemacht werden.

Auch die Berufspendler, die diese Verbindung zu den Stoßzeiten berechtigterweise nutzen müssen, werden weitere Lebenszeit einbüssen, wenn es bei dieser „Planung“ bleibt. Gesamtvolkswirtschaftliche Schäden werden von Stadt und Land ohnehin nicht berücksichtigt und auch nicht berechnet. Die Argumentation der Stadt Wiesbaden, man müsse genehmigen, sonst drohten Entschädigungszahlungen im 2-stelligen Millionenbereich, ist eine zutiefst unzureichende Rechtfertigung, die aus unserer Sicht lediglich dazu dienen soll, im Falle einer erfolgreichen Klage durch uns, die Verantwortung von jahrzehntelangen Versäumnissen des Magistrats den längst überproportional leidenden Anwohnern in die Schuhe zu schieben.

Wir fragen berechtigt zurück: Wer entschädigt eigentlich uns? Mehr als 300 Familien in rund 200 Doppelhaushälften mit durchschnittlich 600-700 Quadratmetern Grundstücksgröße, die überwiegend in 4. Generation hier leben, sind schon lange unmittelbar betroffen. Alle noch in der Amtszeit von Dezernent Prof. Pös eingeleiteten Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung innerhalb der Siedlungen erwiesen sich, bei durchaus anerkannt gutem Willen, als hilflose Versuche, die auch Straßenverkehrsbehörde und Tiefbauamt letztlich einstellten.

Denn es fehlt an schlüssigen Konzepten und auch der politische Wille der großen Koalition ist derzeit für uns nicht wirklich erkennbar. Stattdessen sind ein Neubau der Rhein-Main-Hallen ab 2015 und eine kurzfristige Baugenehmigung für einen Großkonzern, die zumindest die Siedlung Rosenfeld zwischen Äppelallee und Hagenauer Straße unbewohnbar machen würde, offensichtlich wichtiger.

Dass der Neubau von Schiersteiner Brücke und -Kreuz bis mindestens 2018 andauert und zusätzliche Belastungen mitbringt, ist nirgendwo berücksichtigt. Die Initiative hat zudem sehr frühzeitig das Gespräch mit XXXLutz gesucht, doch man redet dort nicht mit Bürgerinitiativen, sondern sieht die Stadt als einzigen Gesprächspartner an. Soviel zur Sozialkompetenz dieses Unternehmens, dass einzig wegen eines Verdrängungswettbewerbs nun parallel zu Möbel Martin in Mainz-Hechtsheim erweitern will.

Wir werden daher am kommenden Montag, ab 17.00 Uhr, vor dem Bürgersaal in der Galatea-Anlage mit einer angemeldeten Kundgebung auf diese Dilemma aufmerksam machen und Bürgern und Politikern vor der ab 18.00 Uhr stattfindenden Sondersitzung der Ortsbeiräte Rede und Antwort stehen bzw. diese an ihre Verantwortung erinnern.

Denn  ob wir bei der Sitzung überhaupt zu Wort kommen dürfen, ist noch ungewiss. Unsere Vorschläge wurden bislang nicht angehört. Die aus der Siedlergemeinschaft hervorgegangene Bürgerinitiative für mehr Lebensqualität, „Biebricher gegen Verkehr XXL“, wird zunehmend durch weitere Biebricher und auch Schiersteiner, deren Grundrechte auf Eigentum und körperliche Unversehrtheit missachtet werden, unterstützt.

Birgit Großer - Mario Bohrmann
Sprecher „Biebricher gegen Verkehr XXL“

 
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