Täglich aktuelle Nachrichten aus AKK, Mainz und Wiesbaden

Akk Zeitung

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
AKK Zeitung
E-Mail PDF

Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz wappnet sich für die Zukunft

Mainz (ots) - Unter breiter Beteiligung der Mitarbeiter hat sich das Landeskriminalamt (LKA) Rheinland-Pfalz in einem teilweise wissenschaftlich begleiteten Prozess mit Wirkung vom 01.08.2012 neu organisiert.

Wolfgang Hertinger, seit 01.07.2009 Präsident des LKA, unterzog die Behörde nach seiner Amtsübernahme der Prüfung, ob sie den Herausforderungen der Zukunft noch gerecht wird. Sie lauten:

Internationalisierung der Organisierten Kriminalität und des Terrorismus; weiter fortschreitende Entwicklung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie; damit verbunden neue Tatbegehungsweisen. Das LKA stellt sich darüber hinaus fachlich und personell den Entwicklungen im Bereich der Kriminalwissenschaft und -technik, aber auch dem Erfordernis professioneller Ermittlungen in den Bereichen Rockerkriminalität, Wirtschaftskriminalität oder Umweltkriminalität.

Um diesen Herausforderungen gerecht werden zu können, steht am Ende einer gut einjährigen intensiven Vorarbeit nun die Neustrukturierung der Behörde. Als Ergebnis kann die Reduzierung von sechs auf fünf Abteilungen, die Schaffung dreier neuer Dezernate und die Zusammenführung thematisch verwandter Bereiche festgehalten werden.

So sind nun Auswertung und Ermittlungen in einer gemeinsamen Abteilung zusammengeführt. Dies gewährleistet den unmittelbaren Erkenntnisgewinn. In dieser Abteilung entsteht darüber hinaus auch das neue Dezernat Cybercrime zur Bekämpfung der schweren Internetkriminalität.

In einer weiteren Abteilung sind nun auch alle einsatz- und ermittlungsunterstützenden Einheiten des LKA zusammengeführt. Dazu gehören z.B. das Mobile Einsatzkommando, der Zeugenschutz, die Verdeckten Ermittlungen und das neue Kompetenzzentrum für die Überwachung der Telekommunikation. In vielen Ermittlungsverfahren arbeiten diese Spezialbereiche Hand in Hand; sie unterstehen nunmehr einer Führung.

Die Mitarbeiter des LKA haben insbesondere im Wege einer wissenschaftlich begleiteten Mitarbeiterbefragung von Anfang an wesentlichen Einfluss auf die Neuorganisation genommen. Darüber hinaus haben die Polizeidienststellen, die Staatsanwaltschaften des Landes und das BKA im Rahmen einer ebenfalls wissenschaftlich unterstützten "Kundenbefragung" ihre Erwartungen an das LKA formuliert. Wissenschaftlicher Partner war der Lehrstuhl für Arbeitspsychologie der Universität Koblenz-Landau.
 
Regionale Werbung
Banner