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Militärzufahrt zum Airfield - Amis zeigen sich kooperativ

Informationsveranstaltung zur zweiten Zufahrt zur Lucius-D.-Clay-Kaserne

OB Dr. Müller dankte der US Seite, dass die Stadt Wiesbaden von Beginn an in die Planungen einbezogen werde: „Normalerweise ist eine Beteiligung der Kommunen nach dem Nato-Truppenstatut nicht vorgesehen, denn der Ansprechpartner für die Army ist der Bund. Deshalb sind wir Colonel Cartens und seinen Mitarbeitern für das kollegiale und freundschaftliche Vorgehen sehr dankbar“, so Müller.

Auf Einladung der „US Army Garnison Wiesbaden“ informierten Standortkommandant Colonel David H. Carstens, Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller und Stadtentwicklungsdezernentin Sigrid Möricke am Montagabend, 10. September, über die derzeit laufenden Baumaßnahmen und unter anderem auch über eine geplante zweite Zufahrt zur Clay-Kaserne auf der Nordseite des Flugplatzes.

Teilnehmer an der Informationsveranstaltung waren der Erbenheimer Ortsbeirat sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger. Die US Army stellte dar, dass eine zweite Zufahrt zum Flugplatz zum einen eine sicherheitstechnische Notwendigkeit ist, zum anderen den Verkehr von etwa 600 Fahrzeugen am Tag zu den bereits fertiggestellten oder noch in Planung befindlichen Einrichtungen im nördlichen Bereich der Clay-Kaserne abwickeln soll. Dazu zählen eine Autowerkstatt sowie geplante Bürogebäude, Sportplätze und ein Hundezwinger. Um den Erbenheimer Ortskern nicht durch zusätzlichen Verkehr zu belasten, wird deshalb von der US-Garnison eine Verlängerung des Mittelpfades in östlicher Richtung bis zur heutigen Grenze auf der Nordseite des Kasernengeländes zur Schaffung einer direkten Zufahrt angestrebt. Im Rahmen des deutsch-amerikanischen Ausschusses wurde beschlossen, dass zur Lösung der Zufahrtsfrage eine Arbeitsgruppe eingerichtet wird.

Bisher wird der Verkehr, der zum Bereich nördlich der Start-/Landebahn fließt, durch den Erbenheimer Ortskern über die Rennbahnstraße geführt. Die Planungen für eine neue Zufahrt stellen daher eine Entlastung des Erbenheimer Ortskerns dar, was von den Anwesenden auch so gesehen wurde. Für die geplante neue Zufahrt werden in einem geringen Maße weitere Flächen benötigt, die derzeit landwirtschaftlich genutzt werden.

Seitens des Ortsbeirates wurde darauf hingewiesen, dass bei einem erforderlichen Ausbau des bestehenden Mittelpfades auch an eine Verbesserung der Parksituation am Friedhof und an eine sichere Fußgängerführung gedacht werden müsse.

Oberbürgermeister Dr. Müller stellte in diesem Zusammenhang nochmals klar, dass es entgegen der Presseartikel in der Sommerpause bisher keine neue Liegenschaftsanforderung für die angesprochenen Flächen gebe. „Wir stehen erst am Anfang des Planungsprozesses, deswegen können die Wünsche des Ortsbeirates in die Planungen mit einbezogen werden. Uns war es besonders wichtig, frühzeitig über die vorgesehenen Maßnahmen zu informieren. Für die weitere Planung des Zugangs werden wir eine Arbeitsgruppe unter Beteiligung der US Army, der beteiligten Institutionen des Landes und der Landeshauptstadt Wiesbaden bilden. Über den Stand der Planungen werden wir weiter informieren“, betonte der Oberbürgermeister.

Stadtentwicklungsdezernentin Möricke bestätigte, dass bei der Stadtverwaltung Wiesbaden seit dem Antrag auf Landbeschaffung der US-Streitkräfte für einen zweiten Zugangskontrollpunkt und eine zusätzliche Ein-/Ausfahrt am Flugfeld Erbenheim im April 2011 weder eine zusätzliche Liegenschaftsanforderung noch darauf basierende Planungsunterlagen eingereicht wurden. „Sobald der Stadt konkretisierte Planunterlagen zu den am Montag vor Ort von der US-Standortkommandatur vorgestellten Überlegungen vorliegen, begrüße ich eine weitere Informationsveranstaltung in dieser Form im Ortsbeirat“, so Möricke.

 
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