Täglich aktuelle Nachrichten aus AKK, Mainz und Wiesbaden

Akk Zeitung

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
AKK Zeitung
E-Mail PDF

Soft-Air-Waffe sorgt für Polizeieinsatz

Wiesbaden, Karlstraße, 12.09.2012, 11.20 Uhr

(ho) Ein Mädchen und ein Junge haben gestern Vormittag für einen Polizeieinsatz gesorgt, da sie in einem Parkhaus mit einer Soft-Air-Waffen herumhantiert und geschossen haben. Der Sicherheitsdienst des Parkhauses war auf das Mädchen (14) und den Jungen (13) aufmerksam geworden, die auf einem Parkdeck mit der Waffe spielten.

Da nach der Wahrnehmung des Sicherheitsdienstes die Waffe nicht von einer "scharfen Schusswaffe" zu unterscheiden war, verständigte der Mitarbeiter die Polizei. Die Beamten stellten fest, dass es sich um einen täuschend echten Nachbau einer Pistole handelte, die jedoch wegen der geringen Geschossenergie frei verkäuflich ist. Die 14-Jährige gab an, die Waffe gerade erst in einem Wiesbadener Geschäft gekauft zu haben.

Da es sich jedoch im Sinne des Waffengesetz um eine sogenannte "Anscheinswaffe" handelt, die von einer echten Schusswaffe auf den ersten Blick nicht zu unterscheiden ist, wurde sie sichergestellt und der Waffenbehörde der Landeshauptstadt Wiesbaden übergeben. Von dort wird geprüft, ob wegen des Vorfalles eine Ordungswidrigkeitenanzeige erstattet wird.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich auf die Gefährlichkeit solcher Waffen hin, da sie tatsächlich den Anschein erregen, es könnte sich um scharfe Schusswaffen handeln. Solche Waffen werden nicht nur in bekannten Geschäften und im Internet, sondern auch immer wieder auf Jahrmärkten und Kerben zum Verkauf angeboten. Das Spielen mit den Waffen auf Privatgrundstücken, dem befriedeten Besitztum oder in Wohnungen ist erlaubt, das Führen in der Öffentlichkeit jedoch nicht und kann im Einzelfall eine Ordnungswidrigkeit darstellen. Besonders gefährlich wird es jedoch dann, wenn Personen mit solchen Waffen bewaffneten Einsatzkräften z.B. der Polizei gegenübertreten, die sich aufgrund des Anscheines der Waffen mit einer lebensbedrohlichen Situation konfrontiert sehen könnten. Die Polizei appelliert daher besonders an die Erziehungsberechtigten von Kindern und Jugendlichen diese auf die genannten Besonderheiten im Umgang mit Soft-Air-Waffen aufmerksam zu machen.

 
Regionale Werbung
Banner