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Kinder und Jugendliche stärkere Beteiligung

Kinder und Jugendliche erarbeiten Konzept für stärkere Beteiligung an politischen Entscheidungen in Mainz / Projekt ‚jungbewegt’ ermöglicht Erstellung des Konzepts

Seit vielen Jahren, mindestens seit 2004, ist die Einrichtung eines Jugendparlaments als Möglichkeit der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an politischen Prozessen in Mainz im Gespräch. Im Lauf der Jahre wurden Pro und Contras eines solchen Jugendparlamentes abgewogen. Einigkeit herrscht immer wieder darüber, dass der Stadt die finanziellen Mittel fehlen, um ein Jugendparlament mit der notwendigen dazugehörigen pädagogischen Betreuung betreiben zu können.

Gleichwohl gibt es bereits Formen der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wie etwa die Partizipation an der Gestaltung von Spielplätzen oder bei der stadtteilbezogenen Spielleitplanung. Die Jugendsprechstunde im Jugendhilfeausschuss „Jugend spricht für sich“ bzw. „Jugend spricht für sich on Tour“, die vor Ort in den Jugendzentren der verschiedenen Stadtteile stattfindet, zählt ebenso dazu.

Gerade „Jugend spricht für sich on Tour“ nehmen die Kinder und Jugendlichen sehr gut an. Die Jugendlichen schildern dort ihre Belange, die Verwaltung versucht die Wünsche umzusetzen. Allerdings kann die Verwaltung „Jugend spricht für sich – on tour“ höchstens zweimal jährlich durchführen.

Was bisher fehlte, ist das Wissen darüber, welches die beste bzw. geeignete Form der Kinder- und Jugendbeteiligung in politischen Prozessen für die Stadt Mainz ist. Eine solche Erkenntnis würde die Voraussetzung schaffen, eine angemessene Kinder- und Jugendbeteiligung für Mainz im Rahmen der sehr begrenzten finanziellen Mittel der Stadt zu finden. Das soll sich nun ändern.

„Mach auch Du mit!“ Unter dieser Überschrift steht das erste Treffen von Kindern und jugendlichen aus Mainz. Dieses Treffen findet am Dienstag, 25. September 2012, um 17.00 Uhr im Haus der Jugend, Mitternachtsgasse 8, statt.

Die Teilnehmenden erfahren bei diesem ersten Treffen, wie Kinder- und Jugendbeteiligung anderswo gemacht wird und können erste Ideen und Vorschläge äußern, wie sie sich mehr Kinder- und Jugendbeteiligung vorstellen. „Jeder bzw. jede Jugendliche aus Mainz ist herzlich willkommen, mit uns ein Modell zu mehr Mitbestimmung zu entwickeln. In einer Zukunftswerkstatt wollen wir erarbeiten, wie es in Mainz am besten gehen kann und am Ende können dann alle Mainzer Jugendlichen über das Modell abstimmen.“, so Klaus Cartus, Koordinator des Projekts ‚jungbewegt’.

Das Projekt „Jungbewegt“, an dem sich die Stadt Mainz beteiligt (Pressemitteilungen vom 10.3.2011 und 28.9.2011), ermöglicht es, das Vorhaben ‚Mehr Kinder- und Jugendbeteiligung’ voranzubringen. Gemeinsam mit den Jugendlichen will die Stadt Mainz ein Modell erarbeiten, um diese stärker in die Entscheidungen und Verfahren, die sie betreffen, einzubinden. Dieses Projekt wird in Kooperation mit dem Stadtjugendring Mainz e.V. und mit Unterstützung des Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen Rheinland-Pfalz und der Bertelsmann-Stiftung entwickelt.

 
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