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Mindestens 50 Millionen für Mainzer Rathaus

Wenn Politiker anfangen für bestimmte Vorhaben von großen Vorbildern, Bürgerstolz, Würde, Bescheidenheit , Repräsentation, bürgerlichem Selbstbewusstsein und was noch alles zu reden, dann kann man sicher sein: DAS wird teuer! Und so richtig teuer wird die Sanierung des Mainzer Rathauses.

FÜNFZIG MILLIONEN Euro! Das ist für eine hochverschuldete Stadt wie Mainz bestimmt kein "Pappenstiel". Da muß man verbal schon mal recht tief in die "Trickkiste" greifen um das dem Bürger zu erklären und schmackhaft zu machen...

Die Rede ist u. A. auch von der Entlastung kommender Generationen, angesichts der Europapolitik klingt das schon fast "außenseiterisch", denn dort läuft es ja eher umgekehrt...

Wie dem auch sei, der verbale Einsatz ist groß und die Presseerklärung lang. Ob das dem Bürger, der es am Ende bezahlen soll, passt oder nicht, er wird es bezahlen müssen jedoch er gewinnt auch was:

Die Mainzer stellen sich bewußt nicht in die Reihe anderer großer, z.B. hanseatischer, Rathäuser, wie Hamburg und Bremen, nein die Mainzer sind ja sooo bescheiden.

Trotzdem freuen wir uns auf die Staatsgäste, den hoher Besuch aus vielen Ländern, aus Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft, auf bewegende Momente der modernen Stadtgeschichte und vieles mehr, auch von einem international geachteten Denkmal ist die Rede, das alles gibt es natürlich nicht zum Nulltarif, da muß man schon mal die Kleinigkeit von 50 Millionen locker machen, auch wenn  man sie garnicht hat...

und deshalb lesen wir in der Pressemeldung:

Stadtvorstand setzt sich für Sanierung des Mainzer Rathauses ein

Machbarkeitsstudie und Finanzierungsvorschlag vorgestellt - Ausdruck von Würde und Bürgerstolz - International geachtetes Denkmal

Oberbürgermeister Michael Ebling, Baudezernentin Marianne Grosse und Bürgermeister Günter Beck in seiner Eigenschaft als Finanzdezernent haben heute der Öffentlichkeit ihre Vorstellungen zur Sanierung des Mainzer Rathauses vorgestellt. Der OB zog zu Beginn den Vergleich mit den großen Rathäusern der Hansestädte: „Wer jemals das Hamburger oder Bremer Rathaus betreten hat, der weiß, dass unser Gebäude der 70er Jahre trotz seiner Größe Nüchternheit, gar Bescheidenheit ausstrahlt. Hier gibt es nichts Monumentales, keinen Luxus, keine Verzierungen und teuren Gemälde. Und das wird auch nach einer Sanierung so bleiben“.

Aber in vier Jahrzehnten war und ist auch das Mainzer Rathaus Ausdruck von Würde und Bürgerstolz und es ist und bleibt ein international geachtetes Denkmal seiner Entstehungszeit. Wie der Dom ist das Rathaus ein Ort großer Symbolkraft, Mittelpunkt der Stadt, Zentrum und Versammlungsort der Stadtgesellschaft, Ort der Begegnung, der Repräsentation und des bürgerlichen Selbstbewusstseins – und natürlich auch Arbeitsplatz. Vor allem aber ist es der Ort, an dem nach den Regeln der Demokratie im Rat „beraten“ wird und die Entscheidungen über Entwicklung und Zukunft der Stadt fallen.

Große Namen verbinden sich mit dem „Fuchsbau“, Staatsgäste, hoher Besuch aus vielen Ländern, aus Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft, bewegende Momente der modernen Stadtgeschichte. Rund 400 externe Veranstaltungen sowie 15 bis 20 Ausstellungen finden hier jedes Jahr statt, zahlreiche Vereine und Organisationen tagen in diesen Räumen im Herzen unserer Stadt.

Michael Ebling: „Selbstverständlich sollen die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt nach 40 Jahren über die Zukunft Ihres Rathauses mit diskutieren. Und  natürlich auch – die notwendigen Unterschriften und Rechtmäßigkeit vorausgesetzt – im Rahmen eines Einwohnerantrages respektive Bürgerentscheids. Es gibt viele vernünftige und gute Gründe, sich für den Erhalt unseres Rathauses einzusetzen. Unser Beschlussvorschlag an den Rat lautet deshalb: „Weil eine technische, energetische und bauliche Ertüchtigung des Rathauses nur im Rahmen einer umfassenden Sanierung möglich ist, bitten wir, die Verwaltung zu beauftragen, alle notwendigen Schritte zur Rathaussanierung vorzubereiten“.

In Zeiten der Finanzkrise, der Verschuldung und leerer öffentlicher Kassen entzündet sich die Debatte zwangsläufig – und zu Recht –zunächst an den Kosten. Das weiß auch Finanzdezernent Günter Beck: „Unsere Aufgabe ist es, glasklar und für jeden nachprüfbar zu belegen, wie viel Geld die aus unserer Sicht unvermeidliche rasche Sanierung des Rathauses nach Einschätzung der Fachleute kosten wird, wie dieser Betrag zustande kommt, wie wir absichern wollen, dass er keinesfalls überschritten wird und wie teuer und praktikabel denkbare Alternativen voraussichtlich wären.

Wir bleiben dabei, dass die Summe von bis zu 50 Mio. Euro für die Sanierung des Rathauses eine realistische Größe darstellt“. Für den Finanzdezernenten ist die betriebswirtschaftliche Sicht entscheidend: „Wir müssen die dramatische Kostenentwicklung bei Betrieb und Unterhaltung des Gebäudes in den Griff bekommen. Die nachhaltige und berechenbare Investition in die Zukunft des Rathauses macht Sinn, um nachfolgende Generationen zu entlasten“.

Und Baudezernentin Marianne Grosse fügt hinzu: „Wir gehen fest davon aus, dass ein akzeptabler Neubau an anderer Stelle aus vielfachen Gründen und eben auch ökonomisch betrachtet keinen Sinn macht. Wir werden das mit den Bürgerinnen und Bürgern und Experten in mehreren Fachsymposien erläutern und diskutieren“.

Beck und Grosse stellten der Presse heute Einzelheiten, belastbare Fakten und Zahlen zum Zustand des Gebäudes und eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vor. Die Unterlagen wurden zeitgleich den Fraktionen zur Prüfung und Beratung zugeleitet. Wer sich für die Machbarkeitsstudie interessiert, kann sich an das Baudezernat wenden und erhält diese gegen einen Unkostenbeitrag zugeschickt.

 
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