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Kostheim: Wohnbauplanung im Linde-Quartier

Wohnbauplanung im Linde-Quartier kann demnächst starten – weitere Flächen im Stadtgebiet stehen zur Verfügung

„Der Beschluss zur Finanzierung der Infrastruktur für das Wohnbauprojekt ‚Lindequartier‘ in Kostheim ist ein wichtiger Meilenstein zur Schaffung attraktiver und erschwinglicher Formen des Wohnens in Wiesbaden“, erklärt Stadtentwicklungsdezernentin Sigrid Möricke. „Der Stadtteil erhält so ein neues, lebenswertes Quartier in Wassernähe mit viel Grün. Wenn von dem Investor bis Februar 2013 alle notwendigen Gutachten und Ausarbeitungen für den Bebauungsplan vorgelegt werden, dann könnte die Offenlage im Sommer 2013 erfolgen und bis Ende 2013 der Satzungsbeschluss gelingen.“

Seit dem Wegzug der Linde AG lag das zehn Hektar große Areal brach. Doch der Verlust von Industrieflächen birgt natürlich auch Chancen: Nach dem heutigen Stand der Planung können dort 73.157 Quadratmeter Nettobauland und rund 450 Wohneinheiten realisiert werden. Die Investitionen für den Wohnungsbau betragen circa 130 Millionen Euro .

Dabei werde die Infrastruktur zu einem großen Teil vom Investor mitgetragen, wodurch die Belastung des städtischen Haushaltes möglichst gering gehalten werde, so Stadträtin Möricke. Der Investor zahle dabei die Herstellung der technischen Infrastruktur und Kostenbeiträge zum Ausbau des Fuß- und Radwegenetzes sowie für eine Kinderbetreuungseinrichtung und eventuell die Erweiterung der Grundschule. Durch letzteres werde der steigenden Einwohnerzahl Rechnung getragen. Ferner unterstützt der Investor die Stadt bei der Sanierung des Floßhafens.

Im Januar 2012 wurde von dem Unternehmen bouwfonds, gemeinsam mit dem Büro Re2area und den städtischen Fachämtern, ein Bebauungskonzept vorgelegt, mit dem das damalige Wettbewerbsergebnis weiterentwickelt wurde. Dem erklärten Willen, mehr bezahlbaren Wohnraum zu entwickeln, sei man damit einen wichtigen Schritt näher gekommen, so Möricke. Schließlich seien 50 der 450 geplanten Wohneinheiten vor Ort sozialgebunden. Insgesamt entstehe eine Mischung von Geschosswohnungen, Reihenhäusern, Doppelhäusern und freistehenden Einfamilienhäusern. „Sicher auch ein Vorbild für künftige, vergleichbare Projekte“, so Möricke.

Abschließend weist Möricke darauf hin, dass die beschlossene Herstellung der technischen Infrastruktur im Linde-Quartier einer von vielen Meilensteinen bei der Entwicklung weiterer Bauflächenpotenziale in Wiesbaden sei: „Insgesamt stehen für die nächsten fünf bis zehn Jahre ausreichend neue Flächen für Wohnraumschaffung zur Verfügung und können entwickelt werden. 15 Prozent dieser Flächen sollen dabei dem öffentlich geförderten Wohnungsbau zur Verfügung stehen. Hier hat die Stadtverwaltung zügig die Vorgaben der Großen Koalition abgearbeitet, sodass zahlreiche Projekte demnächst begonnen werden können.
 
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