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Ausreichender Lärmschutz entlang der ausgebauten A643 muss gewährleistet sein


Die Länder Rheinland Pfalz und Hessen planen den Ausbau der A 643 zwischen dem Autobahnkreuz Schierstein und dem Autobahndreieck Mainz von vier auf sechs Fahrstreifen. Dabei wird auch die „Schiersteiner Brücke“ neu gebaut, da das derzeitige Bauwerk marode ist und die Anforderungen an die Verkehrssicherheit voraussichtlich ab dem Jahr 2014 nicht mehr erfüllt.

In Sachen Lärmschutz sieht der Planfeststellungsbeschluss des Landes lediglich eine Lärmschutzwand von 260 Metern Länge vor. Sie soll auf der östlichen Seite der A 643 auf der Höhe Rheingaustraße bis zur Anschlussstelle Äppelallee verlaufen. „Das ist zu wenig und wird den tatsächlichen Schallschutz-Anforderungen nicht gerecht“, stellt Bürgermeister und Umweltdezernent Arno Goßmann klar und versucht das Land im Rechtsstreit zur Kostenübernahme eines umfänglichen Lärmschutzes zu verpflichten.

Schließlich sei eine Entwicklung von Wohngebieten in Schierstein und Biebrich auf den ehemaligen Flächen der Firmen Gelita und Raiffeisen angestrebt. Um diese Gebietsentwicklung zu sichern, seien zusätzlich 400 Meter Lärmschutzwand mit Höhen von durchgehend 4,5 Metern erforderlich. „Dies ist weiterhin wichtig, um den Erholungs- und Freizeitwert der Parkanlagen in Ufernähe zu erhalten“, betont Goßmann.

Unabhängig von den Lärmschutzwänden wird für einige Gebäude passiver Lärmschutz in Form von Schallschutzfenstern nötig sein, um Überschreitungen der Lärmgrenzwerte zu verhindern. Das zeigt das Gutachten der Dorsch International Consultant GmbH, die den Ausbau der A 643 im Auftrag der Stadt schalltechnisch untersucht hat.

„Doch auch wenn das Land nicht zahlen muss – der umfassende Lärmschutz soll in jedem Fall kommen. Sollte die Stadt Wiesbaden im Rechtsstreit unterliegen, würden die Kosten in Höhe von rund 925.000 Euro aus den städtischen Haushalten der Jahre 2015 bis 2019 gedeckt werden. Dem hat der Magistrat nunmehr zugestimmt“, so Goßmann abschließend.

 
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