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SPD Kateressen in Kastel mit viel Pfeffer gewürzt

OB-Kandidat Sven Gerich mit Empfehlung und Attacken

Am vergangenen „Ascherfreitag“ konnte der Kasteler SPD-Vorsitzende Stadtrat Rainer Schuster beim traditionellen „politischen Kateressen“ im Bürgerhaus Kastel eine stattliche Besucherzahl begrüßen.

An der Spitze der OB-Kandidat Sven Gerich, SPD-Partei-Vorsitzender – Unterbezirk Wiesbaden – Dennis Volk-Borowski, Bundestagskandidat Simon Rottloff, Landtagsabgeordneter Ernst-Ewald Roth, Stadtverordneten-Landtagskandidat Michael David und die Kasteler Ortsvorsteherin Christa Gabriel.

Dazu zählten außerdem der Kasteler Vereinsringvorsitzende Josef Rosendorn, AKK-Gewerbe-Vorsitzender Gerd Kleinmann, der in diesem Jahr auch sein stolzes 111jähriges Geschäftsjubiläum aufweisen kann, sowie Repräsentanten aus Politik, Vereinen, Verbänden und Wirtschaft. Ein besonderer Willkommensgruß galt dem Heimatforscher Fritz Diehl. Gastgeber, SPD-Chef Rainer Schuster, apostrophierte seinen Ehrengast als Teil gelebte Geschichte von Kastel und AKK.

Als erster Redner übte der Unterbezirksvorsitzende Dennis Volk-Borowski heftige verbale Kritik an der Bundes-Landes- und Kommunalpolitik der CDU. Die FDP sei nur noch existent durch Wohlwollen der CDU-Sympathisanten.

Deshalb sei er sehr zuversichtlich auf eine Wende in diesem Jahr mit dem Auftakt zur Wiesbadener OB-Wahl. Das Ziel sei mehr Bürgernähe, insbesondere auf sozialer Ebene. OB-Kandidat Sven Gerich sieht sich als OB für „alle Bürger“ und nicht nur für die „oberen Zehntausend“, wie der Amtsinhaber.

Die Projekt-Entscheidungen sollten sich angemessen orientieren an den Notwendigkeiten für soziale Strukturen. Dies unterscheide ihn vom CDU-Amtsinhaber, war sein Tenor. Mit voller Breitseite feuerte Sven Gerich verbale Salven auf den Vorsitzenden der Stadtregierung. Der Amtsinhaber halte nichts vom Teamgeist und sonne sich nur als Alleinherrscher im Erfolg.

Bei Misserfolgen suche er stets die Schuld bei anderen. Als Musterbeispiel zitierte Sven Gerich, die Horst Schmidt-Klinik. Der amtierende OB sei Beteiligungsdezernent, ihm unterstehe die kommunale Unternehmensstruktur. SPD-Bürgermeister Arno Goßmann müsse jetzt die „Schuldensuppe“ auslöffeln.

Goßmann habe das bestmögliche Ergebnis dazu erzielen können, um die fälligen Kredite des Klinikums an die Stadt zurückzuzahlen. Dadurch glänzen heute die Haushaltszahlen. Nutznießer sei der OB, als Kämmerer. Dies wurde maßgeblich durch die SPD realisiert.

Zu den Entwicklungsmöglichkeiten zum Freiwerden der Storage Station für Kastel werden jedoch vom OB die negativen Auswirkungen in Form von Fluglärm und Druck auf den Wohnungsmarkt in der Debatte um das US-Hauptquartier verschwiegen, kritisierte der OB-Kandidat. Die Stadt sollte als ein Kollegialorgan fungieren und nicht alles auf eine Person zulaufen.

Deshalb will Sven Gerich als OB-Kandidat für mehr Bürgerbeteiligung und Transparenz eintreten. Eine Stadt sei kein Konzern, sondern ein soziales Gemeinwesen: Wohnungsbau, Schulsanierung, Ausbau der Kinderbetreuung, sei das Gebot der Stunde. Die Union habe dafür 10 Jahre Zeit gehabt. Der Durchbruch sei erst mit dem Wiedereintritt der SPD im Rathaus ermöglicht worden.

OB-Kandidat Sven Gerich appellierte abschließend für massive Wahlunterstützung.

Kasteler SPD-Vorsitzender Stadtrat Rainer Schuster warb nochmals, für Sven Gerich als kommenden Wiesbadener Oberbürgermeister zu stimmen und lud zu einem schmackhaften Heringsessen mit Pellkartoffeln und einem „kühlen Blonden“ ein.

(Herbert Fostel)

 
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