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Mehr bezahlbaren Wohnraum im Hainweg bauen

Beschluss der Stadtverordnetenversammlung umsetzen

„Es kann nicht sein, dass die Jury des Stadtplanungsamtes Realisierungsentwürfe für das Wohngebiet Hainweg in Nordenstadt ablehnt, weil sie zu viel Geschossbauten vorsehen“, zeigt sich Karl Braun, sozialpolitischer Sprecher der GRÜNEN im Rathaus, unzufrieden.

„Denn wir haben einen hohen Bedarf an Geschosswohnungsbau, um bezahlbaren und sozial geförderten Wohnraum anzubieten. Wir müssen den Mut haben zu sagen: Wir wollen eine dichte Bebauung, um Fläche zu sparen, damit nicht noch mehr Naturraum vernichtet wird. Auch wenn es Vorbehalte bei einigen Nordenstädtern gibt - Für die Gesamtstadt ist es am besten!“

Da eine größere Verdichtung auch mehr Verkehr verursache, müsse von Anfang an eine optimierte ÖPNV-Anbindung für das neue Wohngebiet vorgesehen werden. Perspektivisch müsse über eine Schienenanbindung nachgedacht werden.

„Die Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer Sitzung im Februar gerade erst beschlossen, in neuen Baugebieten mindestens 15 Prozent aller Wohneinheiten in Wiesbaden als sozial geförderten Wohnraum zu errichten.

Dies erfolgte nicht ohne Grund. Ich frage mich nur, wie diese Vorgabe sinnvoll umgesetzt werden soll, wenn die Jury weiterhin daran festhalten möchte, dass nur 20 Prozent aller Wohneinheiten im Hainweg als Geschossbau errichtet werden sollen. Das verhindert eine ausgewogene soziale Mischung im Wohngebiet“, kritisiert Karl Braun.

Der Anteil der sozial gebundenen Wohnungen in Wiesbaden ist von 25.000 am Anfang der 90er Jahre auf unter 10.000 gefallen. So sind 2012 rund 230 Wohnungen aus der sozialen Bindung gefallen und 2013 werden es 334 sein.

Die Quote an Sozialwohnungen sinkt entsprechend stetig und liegt nun bei lediglich ca. 7,5 Prozent. Daraus resultiert ein immer größeres Missverhältnis von Wohnungssuchenden und freigemeldeten Sozialwohnungen. Derzeit fehlen rund 2000 Sozialwohnungen in Wiesbaden und in 6500 Haushalten reicht das Einkommen nicht mehr für die Miete aus.

„Es liegt also auf der Hand: In Wiesbaden wird dringend mehr bezahlbarer Wohnraum benötigt. Dies gilt auch in Nordenstadt“, so Karl Braun abschließend.

Karl Braun - Matthias Schulz

 
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