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Neue LED-Lichttechnik mindert Energieverbrauch

Praxistest im Wohngebiet „Mühldreieck“: Energieverbrauch sinkt um etwa 37000 Kilowattstunden / Jahresersparnis: 13 000 Euro

Von den vorhandenen rund 25 000 Leuchten im Mainzer Stadtgebiet müssen in den nächsten Jahren - altersbedingt oder aufgrund gesetzlicher Vorschriften - etwa 5000 Leuchten umgerüstet werden. Welche Rolle kann dabei die moderne LED-Technik spielen? Und wie werden die neuen Straßenlampen von den Bürgern angenommen?

Antworten auf diese Fragen soll die 2012 installierte LED-Teststrecke in der Oberstadt (Weidmannstraße sowie Niklas-Vogt-Straße) liefern. Parallel dazu läuft aktuell im Bereich Mühldreieck in Hechtsheim ein größeres Umrüstprogramm für Straßenleuchten.

Über die ersten Erfahrungen mit der LED-Teststrecke und das Austauschprogramm informierten die Mainzer Baudezernentin Marianne Grosse und Stadtwerke-Vorstand Detlev Höhne am Montagabend bei einem Präsentationstermin vor Ort am  Mühldreieck.

Die Stadt Mainz verfolgt mit dem 2005 beschlossenen Beleuchtungskonzept Innenstadt, durch den Einsatz neuster Lichttechnik und einem ökonomischen Umgang mit Licht mehrere Ziele. Zum einen solle aus Klimaschutzgründen der Energieverbrauch reduziert werden. Zum anderen gilt es die Kosten für die Straßenbeleuchtung insgesamt zu senken. Es soll außerdem die Qualität der Straßenbeleuchtung für die Bürger insgesamt verbessern. 

LED-Lampen wurden in den 90er Jahren erstmals marktfähig. Sie gelten als hocheffiziente Leuchtmittel, halten lange und können durch ihren vergleichsweise geringen Energiebedarf einen Beitrag zum Klimaschutz beitragen. Allerdings verfügen die Stadt und die Stadtwerke Mainz Netze GmbH als Betreiber der Straßenbeleuchtung in Mainz bisher noch nicht über ausreichende Erfahrungen mit der LED-Technik.

Anfang 2012 wurde in Zusammenarbeit mit den Stadt und gefördert durch die Mainzer Stiftung für Klimaschutz und Energieeffizienz deshalb eine LED-Teststrecke in der Oberstadt eröffnet und dort die alten Straßenleuchten durch 12 unterschiedliche LED-Modelle ersetzt.

Bis 2015 werden diese neuen Leuchten messtechnisch von der Transferstelle Bingen untersucht - beispielsweise bezüglich des tatsächlichen Energieverbrauchs, der Haltbarkeit, der Alltagstauglichkeit, der Lichtfarbe oder der Lichtausbeute.

Aber auch die Bürger wurden einbezogen und mittels umfangreicher Fragebögen nach der Akzeptanz und ihren Eindrücken gefragt. Bei der Auswertung der eingereichten Antworten, zeichnet sich ein deutliches Meinungsbild für den Einsatz von LED-Leuchten ab. So verbesserte sich die Gesamtnote der Beleuchtung in dem Wohngebiet in der Oberstadt nach Meinung der Bürger von früher 3,2 auf nunmehr 1,8. Die Ergebnisse der Teststrecke fließen später in künftige Entscheidungen zur Umrüstung der Straßenbeleuchtung im gesamten Stadtgebiet ein.

Zusätzlich spielen bei der Straßenbeleuchtung gesetzliche Vorgaben eine Rolle: Bis Ende 2015 steht der bundesweite Austausch aller mit Quecksilberdampflampen (so genannte HQL-Lampen) betriebenen Leuchten an – davon gibt es in Mainz aktuell noch rund 5000 Exemplare. Auch im Wohngebiet „Am Mühldreieck/Lion-Feuchtwanger-Straße“ in Hechtsheim ist das der Fall. 

Im Bereich der Lion-Feuchtwanger-Straße und Alfred-Döblin-Straße werden seit einigen Wochen die vorhandenen Kugelleuchten durch moderne LED-Leuchten ausgetauscht. Dabei werden mit finanzieller Unterstützung des Bundesumweltministeriums 251 Kugelleuchten an 159 Lichtpunkten durch 154 neue Leuchten mit LED-Technik ersetzt.

Vorteil: Da die neuen Lampen das Licht gezielter verteilen, soll es künftig weniger Lichtsmog geben. Es werden dadurch weniger Lampen im Wohngebiet benötigt, es soll aber trotzdem nicht dunkler oder weniger sicher sein in der Nacht, weil das Licht künftig gezielter nach unten leuchtend eingesetzt werden kann.

Das LED-Licht bringt gleichzeitig eine erhebliche Energieeinsparung. So werden in den Anwohnerstraßen und Fußwegen die bisherigen Einfach-Kugeln (50 Watt Leistung) durch Leuchten mit 28 Watt ersetzt. Insgesamt erwartet die Stadt eine Energieeinsparung von etwa 60 Prozent. Hochgerechnet könnten im ausgewählten Wohngebiet auf diesem Wege jährlich etwa 37000 Kilowattstunden Strom eingespart werden - als Gesamteinsparung rechnet Mainz etwa 13 000 Euro im Jahr.

 
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