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Erklärung des Förderkreises Gedenkstätte in AKK
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Erklärung des Förderkreises Gedenkstätte in AKK

Für den Vorstand erklärt Mechthilde Coigné:

Wir bedauern, dass der Schaukasten in der Krautgartenschule, der 2006 als Gedenkstätte eingeweiht wurde, nicht mehr zu diesem Zweck genutzt wird. Die dort ausgestellten Texte und Bilder erinnerten an Maria Theresia Lehmann und ihre Familie, die am16. Mai 1940 von der Polizei festgenommen und ins besetzte Polen deportiert wurden. Mehrere  Familienmitglieder wurden dort Opfer der NS-Morde. Die Krautgartenschule war der einzige Ort in den AKK-Stadtteilen, der an die NS-Verbrechen gegen Sinti und Roma erinnerte. Der Förderkreis Gedenkstätte hatte die Initiative der damaligen Schulleiterin Ingar Riechert bei der Einrichtung dieser Gedenkstätte unterstützt, nachdem sich die Schule nach längerer kontroverser Diskussion mehrheitlich für die Benennung in „Krautgartenschule – Im Sampel –“  entschieden und den Alternativvorschlag „Maria-Theresia-Lehmann-Schule“ abgelehnt hatte. Der Förderkreis Gedenkstätte in AKK ist auch weiterhin bereit Aktivitäten in den AKK-Stadtteilen (insbesondere auch an Schulen) zu unterstützen, die sich mit der Erforschung und Vermittlung der Geschichte der Verfolgung und des Widerstands in der NS-Zeit beschäftigen. So kann die Ausstellung „Kinder und Jugendliche in AKK unter dem Faschismus“, die bereits in mehreren Schulen, Bibliotheken und im Mainzer Dom zu sehen war, beim Förderkreis ausgeliehen werden. Es ist unbestritten, dass die Beschäftigung mit Ereignissen und Personen aus dem eigenen örtlichen Umfeld einen leichteren Zugang zu geschichtlichen Prozessen ermöglicht. Dabei hängt der Wert einer Gedenkstätte in hohem Maße davon ab, ob sie tatsächlich zur Kommunikation genutzt wird. Ausleihen der erwähnten Förderkreis-Ausstellung sind möglich über Mechthilde Coigné (06134/ 12 04).

Mainz-Kostheim, 21. Mai 2013, Mechthilde Coigné
 
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