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Vorfall bei Arab-Nil-Verein geklärt - Täter übte Kritik

Der Vorfall, bei dem Unbekannte in der Nacht zum vergangenen Samstag beim Arab-Nil-Verein in der Mombacher Straße Plakate geklebt und eine rote Flüssigkeit, bei der es sich nach derzeitigem Erkenntnisstand um Tierblut handelte, verschüttet hatten, ist nach dem aktuellen Ermittlungsstand weitgehend geklärt.

Die kriminalpolizeiliche Tatortarbeit und Spurensicherung ergaben bereits wenige Tage nach dem Vorfall Hinweise auf einen Schüler (17) aus einer rheinhessischen Gemeinde als Tatverdächtigen.

Die Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Mainz ordnete danach auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mainz die Durchsuchung der Wohnung des Tatverdächtigen an. Die Anordnung wurde am frühen Morgen des 24.05.2013 durch Beamte der Kriminalpolizei Mainz vollzogen.

Bei der anschließenden Vernehmung räumte der Beschuldigte die Tatbegehung ein und benannte dabei auch den zweiten Tatbeteiligten. Dessen Wohnung wurde sodann noch während der Fortdauer der Vernehmung ebenfalls aufgrund entsprechender richterlicher Anordnung durch Polizeikräfte durchsucht. Der zweite Tatverdächtige, ein Student 22), wurde bislang nicht angetroffen.

Als Motiv für die Tat gibt der 17-Jährige die aus der Presse bekanntgewordene Anwesenheit des Predigers Al-Arifi im Arab-Nil-Verein an. Er habe mit der Tat lediglich seine Kritik an dessen Thesen, speziell zu Gewalt an Frauen zum Ausdruck bringen wollen und bedaure, wenn Kinder durch seine Tat betroffen worden seien. Er wurde nach der Vernehmung nach Hause entlassen.

Die Ermittlungen, die sich insbesondere auch auf die bei den Durchsuchungen sichergestellten Beweismittel beziehen, dauern an. Weitere Ergebnisse dürften nicht vor Ablauf nächster Woche vorliegen.

 
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