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Der Wahlkampf tobt - Auch bei der FDP

„Nichtwählen ist eine Ohrfeige für die, die in Ländern leben, wo sie nicht wählen dürfen“, erklärte Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle. Am 18. August sprach er vor über 300 Gästen im Friedrich-Naumann-Saal am Haus der Marktkirche nach seinem Rundgang über das Weinfest.

Florian Rentsch, Hessischer Wirtschaftsminister, hatte in seiner Begrüßung auf die deutschlandweit höchsten Durchschnittslöhne in Hessen hingewiesen. Im ungerechten Länderfinanzausgleich sei Hessen unter den drei Geberländern zu finden. Doch in anderen Staaten  gehe es den Menschen weniger gut, so habe Spanien eine hohe Jungendarbeitslosigkeit. Hessen unterstütze Spanien im Aufbau einer dualen Ausbildung, erzählte er...

Die größte Baustelle der Welt am Panamakanal, Hochhäuser in Singapur, und Chinas Sprung vom Entwicklungsland zur drittgrößten Wirtschaftsmacht der Erde - solche Beispiele für Veränderungen und Globalsierung  nannte Bundesaußenminister Dr.  Westerwelle in seiner 60minütigen Rede. In Deutschland sollten die Bürger nicht gegen Bahnhöfe und Flughäfen kämpfen, so seine Forderung, stattdessen seien Mehrheiten für Investitionen in Infrastruktur zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands nötig.

Die neuen Machtzentren der Welt setzten erstens auf Leistungsbereitschaft und eine Mittelschicht sowie zweitens auf Bildung und berufliche Ausbildung.  Mit diesen Aspekten hänge es wesentlich zusammen, dass Deutschland jetzt so gut dastehe.  Er lobte den Mittelstand, der das Gros der Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffe sowie die meisten Steuereinnahmen erwirtschafte. 

„Voraussetzung für soziale Gerechtigkeit ist ein starker Mittelstand, dafür braucht Deutschland eine starke FDP!“  Gefordert sei anstelle einer Neidgesellschaft eine positive Einstellung zur Leistung. „Mit dem Zeitgeist der Gleichmacherei können wir mit den Erfolgsgeschichten auf der Welt nicht mithalten“, erklärte der Außenminister.  Deutschland habe keine Bodenschätze, nur Grips und Talent. Jeder Schüler müsse faire Chancen auf Bildung erhalten, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern, sagte der Liberale. 

Wichtig sei Chancengleichheit nicht Ergebnisgleichheit. Für Westerwelle sind von Bedeutung: Leistungsbereitschaft, Weltoffenheit und Toleranz. Nur eine freie Gesellschaft könne Kreativität hervorbringen. „Die Liberalen vertrauen zuerst dem Bürger und dann dem Staat.“ Es sei auch Privatsache, was der Bürger esse, meinte er im Hinblick auf die Forderungen der Grünen nach einem vegetarischen Donnerstag.

Der Bundeshaushalt sei nun ausgeglichen, freute sich Dr. Westerwelle:  „Zum ersten Mal seit Jahrzenten gibt  eine Regierung weniger aus als am Beginn!“ Dennoch seien 13 Milliarden in Bildung und Forschung  investiert worden.

Der Bundesaußenminister plädierte für den Zusammenhalt in Europa und den Euro, denn die deutsche Wirtschaft sei in die EU eingebettet.  „Wir sind alle Kinder der Aufklärung und schätzen Meinungs- und Pressefreiheit, Gleichberechtigung sowie Minderheitenschutz“, erklärte er, und angesichts der Bevölkerungszahlen in der Welt könne nur ein vereintes Europa im Bündnis mit den USA für das westliche Demokratieverständnis werben.

Der Exportschlager Deutschlands sei die berufliche Ausbildung, sagte Dr. Westerwelle und lobte seinen Duzfreund Florian Rentsch für seine hervorragende Arbeit in der Landesregierung.

 
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Warum ist von 21:00 bis 05:00 Uhr Ausgangssperre?

- Weil in dieser Zeitspanne das Virus ganz besonders gefährlich und hinterhältig ist...

(Zumindest will man uns das einreden, gelle...)

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