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Risiken durch Überflüge von US-Maschinen über Industriepark müssen endlich klar sein

GRÜNE fordern nach Zwischenbericht des Gutachtens weitere Schritte 

„Nun ist belegt, was wir erwartet haben: Das Zwischengutachten zu den Überflügen von US-Militärmaschinen über den Industriepark Infraserv/Kalle-Albert hat ergeben, dass ein relevantes Risiko besteht und dass gehandelt werden muss.

Es war also gut, dass wir GRÜNE bereits vor einem Jahr im Umweltausschuss beantragt haben, endlich eine solche Risikoanalyse bei einem Gutachter in Auftrag zu geben, damit die Gefahren publik werden“, kommentiert der GRÜNE Stadtverordnete und Ausschussvorsitzende, Ronny Maritzen, die Präsentation der Untersuchung in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses.

„Zu kritisieren ist allerdings, dass sowohl die US-Militärs als auch das Bundesverteidigungsministerium und das für die Festlegung der Flugrouten zuständige Luftwaffenamt in Köln den Gutachtern die Herausgabe von Datenmaterial, etwa zu Flugrouten, Überflughäufigkeit und Ladung, verweigert haben. „Es ist unerhört, wie ignorant sich die zuständigen Bundesbehörden an dieser Stelle verhalten und die berechtigten Ängste in der Bevölkerung einfach so übergehen“, so Maritzen.

Der Zwischenbericht des Gutachtens berücksichtigt nur die unmittelbaren Risiken für die Menschen, also die regional zu erwartenden Todesfälle in unmittelbarem Zusammenhang mit einem Absturz auf die Industrieanlagen. Umweltaspekte und damit mögliche Spätfolgen für die Bevölkerung, z.B. genetische Schäden und Krebserkrankungen durch freigesetzte Giftstoffe, werden ausgeklammert.

„Zu einer vollständigen Betrachtung des Risikos gehören aber auch diese Aspekte“, so Maritzen. „Denn wie wir wissen, unterliegt eine Vielzahl der Anlagen im Industriepark den Bestimmungen der Störfallverordnung, es lagern dort entzündbare oder giftige Stoffe, die bei einem Austritt langfristig die Umwelt und damit auch Gesundheit von Menschen gefährden könnten.“

„Bei allem bleibt festzuhalten: Es geht um eine Risikoanalyse nach klaren Gesichtspunkten. Emotionalität hat weder im Sinne von Verniedlichung noch Dämonisierung etwas verloren. Es geht um Zahlen, Daten und Fakten. Diesem Ansinnen darf sich eigentlich keiner verschließen, für den der Begriff Verantwortung einen relevanten Inhalt hat“, so Maritzen abschließend.

(Ronny Maritzen - Frank Schuster)
 
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