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Im Dschungel der Verordnungen, Bestimmungen und Gesetze

(MS) Egal, was man anfangen will, zunächst ist bei (fast) jeder Aktivität einmal ein Wust von Verordnungen, Bestimmungen und Gesetzen durchzuarbeiten, zu beachten und dafür notwendige Vorarbeiten zu leisten. Oftmals so umfangreich, daß Mancher die Lust verliert und schon vorher "die Segel streicht".

In einem ordentlichen Gemeinwesen wird es natürlich  nicht ohne gewisse Regeln gehen können, Chaos wäre die Folge. Ob es immer genau so laufen muß, wie die Paragraphen es vorschreiben, darf jedoch bezweifelt werden.

Der Bürger würde sich schon gerne manchmal etwas mehr "Flexibilität" von den Behörden wünschen und etwas mehr "Auslegungsmöglichkeiten" für die Sachbearbeiter auch, die oftmals selbst manche "Ungereimtheiten" erkennen und gerne helfen würden, es aber nicht können dürfen.

Da kommt oftmals der Begriff vom "sturen Beamten" ins Spiel, der sicherlich das System meint und den "Sachbearbeiter" trifft. Was für ein lächerlicher Aufwand an Verwaltung, Zeit und Geld, nur weil ein Winzer auf einem Markt "e Dröpche Woi" ausschenken will.

Dabei ist die kleine Ansammlung von 4 oder 5 Ständen am Neubrunnenplatz ja genau gesehen wohl auch kein "Markt". Dazu gehört schon etwas mehr. (Siehe Marktplatz am Dom) Und wenn dann eine Presseerklärung wie die nachfolgende in der Zeitung steht, die belegt: Mögen täten wir ja gerne, nur dürfen haben wir uns nicht getraut... mag man dem Bürger das verschmitzte Lächeln im Gesicht verzeihen...

„Kuh vom Eis“ Weinstand am Neubrunnenplatz:
Verwaltung erarbeitet Lösung

In einem Gespräch im Amt für Wirtschaft und Liegenschaften mit dem Weingut und dem Initiator des Wochenmarktes wurden zunächst nochmals die rechtlichen Hürden eines Weinausschanks auf Wochenmärkten erläutert.

Dieser ist nicht aufgrund der Marktsatzung, sondern wegen der Bestimmungen der bundesweit geltenden Gewerbeordnung unzulässig. Auf der Suche nach einer unbürokratischen Lösung glaubt die Verwaltung nun einen rechtssicheren Weg gefunden zu haben.

Vergleichbar mit dem „Marktfrühstück“ der Mainzer Winzer in der Nachbarschaft des Wochenmarktes auf dem Liebfrauenplatz könnte  mittels einer „Sondernutzungsfläche“ eine vergleichbare Situation am Rande des Neubrunnenplatzes geschaffen werden.

Oberbürgermeister und Wirtschaftsdezernent sind der Meinung auf diese Weise die Kuh vom Eis bekommen zu haben. Im „Great Wine Capital“ Mainz sehe man dies nicht als Kür, sondern Pflicht der Stadt.

Da die Materie rechtlich kompliziert ist, wird nun in Ruhe eine entsprechende Regelung erarbeitet, die ab kommendem Jahr greifen soll. Für die wenigen Herbstwochen, in denen der Markt noch stattfindet, wurde eine Übergangslösung gefunden.

Wenn dann auch noch die lebensmittel- und gaststättenrechtlichen Bedingungen endgültig geklärt sind, kann das Weingut dort im nächsten Jahr Flaschenwein anbieten und auch glasweise am Marktmittwoch ausschenken.

Wir meinen: Na denn Prosit!

 
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