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Steigende Schülerzahlen auf Gymnasium und IGS


Das Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik hat - in Kooperation mit dem Amt für Soziale Arbeit und unter Beteiligung des Schuldezernats - das „Monitoring zur Bildungsbeteiligung“ fortgeschrieben, aktualisiert und die wichtigsten Befunde zusammengefasst:

Im Alter unter drei Jahren besucht fast jedes vierte Kind eine Kindertageseinrichtung - Tendenz steigend. Kinder ausländischer Herkunft nehmen solche Angebote seltener wahr (16 Prozent) als Kinder ohne Migrationshintergrund (knapp 30 Prozent).

95 Prozent der Kinder zwischen drei und sechs Jahren gehen mittlerweile 18 Monate und länger in einen Kindergarten. Auch für Kinder mit Migrationshintergrund ist der Kindergartenbesuch mittlerweile selbstverständlich.

Nicht immer gelingt der Einstieg in die Grundschule reibungslos: Jedes sechste bis siebte Kind wurde im vergangenen Jahr vom Grundschulbesuch zurückgestellt oder auf eine Förderschule verwiesen.

Private Grundschulen haben an Bedeutung gewonnen: Fast jedes zehnte Grundschulkind besucht eine der sechs Wiesbadener Grundschulen in privater Trägerschaft.

Nach der Grundschule werden die Weichen für spätere Bildungswege gestellt. Favorit ist das Gymnasium, auf dem 48 Prozent aller Fünftklässler unterrichtet werden. Steigende Schülerzahlen verbuchen auch die Integrierten Gesamtschulen, auf die im vergangenen Jahr fast ein Drittel aller Grundschüler wechselten. Nur noch vier Prozent aller Schüler der fünften Klassen lernen in Hauptschulen.

Dass der Bildungserfolg auch vom sozialen Status der Eltern abhängt, wird ein ums andere Mal bestätigt. Aus Grundschulen in gut situierten Wohngebieten schaffen es knapp drei Viertel der Schülerinnen und Schüler auf ein Gymnasium oder eine Realschule, aus sozial schwächeren Vierteln sind es 58 Prozent. Die Übergangsquote aus besser gestellten Stadtteilen zu Hauptschulen ist mittlerweile verschwindend gering.

Das Monitoring registriert eine weiter angestiegene Abitur-Quote: Im vergangenen Jahr erhielten 44 Prozent der Schulentlassenen das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife. Mädchen machen häufiger Abitur als Jungen. Und der Anteil derer, die ohne Abschluss bleiben, ist erfreulicherweise weiter gesunken: auf knapp vier Prozent.

Erfolgreich verläuft das Kompetenz-Entwicklungs-Programm der Schulsozialarbeit, mit dessen Hilfe die Übergangszahlen von Hauptschülern in weiterführende Schulen oder in eine Berufsausbildung gesteigert werden konnten.

Im Bereich der beruflichen Schulbildung - Stichwort „duales Ausbildungssystem“ – besteht immer noch eine deutliche Konzentration der Auszubildenden auf einige wenige Ausbildungsberufe. Dabei ist das Spektrum der erlernten Berufe bei deutschen Jugendlichen breiter als bei ausländischen und bei männlichen Jugendlichen breiter als bei weiblichen. So lassen sich beispielsweise drei Viertel aller weiblichen ausländischen Lehrlinge in nur zehn verschiedenen Berufen ausbilden – darunter am häufigsten als (zahn-)medizinische Fachangestellte und als Friseurin.

Bei Interesse an weiteren Erkenntnissen lohnt sich ein Blick auf die Internetseiten der Stadt. Der aktuelle „Bericht 2013“ zum Wiesbadener Bildungsmonitoring kann dort kostenlos heruntergeladen werden unter http://www.wiesbaden.de/statistik, Bereich „Monitoringsysteme“.

Hintergrund:
Seit 2005 gibt es in Wiesbaden das „Monitoring zur Bildungsbeteiligung“ mit dem Ziel, den aktuellen Stand und die bisherige Entwicklung der Bildungsbeteiligung zu dokumentieren. Dazu dient ein Bündel statistischer Kennziffern, das unterschiedliche Phasen des schulischen und außerschulischen Bildungssystems in Wiesbaden abbildet.
 
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