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Erst wird gebaut, dann wird geschaut

UFW fordert nachhaltige Planung für geplantes Baugebiet in Nordenstadt

Die Planungen für das Baugebiet am Hainweg in Nordenstadt sind weitgehend abgeschlossen. Während die Investoren wahrscheinlich schon die Bagger und Baukräne warmlaufen lassen, bleibt jedoch weitgehend ungeklärt, welche Folgen dieses enorme Projekt mit sich bringt, denn ein Bauprojekt mit solchen Ausmaßen hat mindestens genauso große Probleme, die vorrangig erst zu lösen sind. 

„Man muss sich das mal vorstellen – ein Stadtteil wird um 21 Hektar Wohngebiet, 650 Wohneinheiten mit 2500 Einwohnern vergrößert und in den Planungen werden die Auswirkungen auf die umliegende Infrastruktur einfach ausgeblendet.

Nachhaltige und koordinierte Planung sieht anders aus. Dabei wurden die gleichen Fehler bereits in den 70ern und 80ern gemacht. Erst wurde gebaut, dann hat man sich gewundert, welchen Rattenschwanz so etwas mit sich zieht“ – so Christian Bachmann, stellv. Fraktionsvorsitzender der UFW aus Nordenstadt.

Ohne ein umfassendes Konzept der umliegenden Infrastruktur, droht dem Wiesbadener Osten zukünftig ein noch größeres Verkehrschaos. Wenn die Strukturen überlastet werden, geht dies nicht nur mit einem erheblichen Verlust an Lebensqualität einher, sondern auch mit Folgefinanzierung durch Steuergelder aus der Stadtkasse. Die Bürgerinitiative fragt zu Recht nach der Kostenbeteiligung des Investors.

Die offenen Fragen müssen erst geklärt werden, bevor gebaut werden darf, sonst wundere man sich am Ende wieder darüber, dass die Anwohnerinnen und Anwohner mehr brauchen als ein Haus. „Ohne angemessene Infrastruktur werden die neuen und alten Nordenstädter den Rattenschwanz von morgen ausbügeln müssen, den die Planer von heute schlichtweg ignoriert haben“ – warnt Bachmann abschließend.

(Christian Bachmann)

 
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