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Polizei warnt vor dem Missbrauch von Kräutermischungen

Ein Lehrer einer Mainzer Schule teilte der Polizei letzte Woche telefonisch mit, dass am gleichen Morgen gegen 09:00 Uhr ein Schüler (17) kollabierte und für kurze Zeit bewusstlos war.

Er musste in die Notaufnahme eines Krankenhauses eingeliefert werden. Nach seinen eigenen Angaben hatte er zuvor eine Kräutermischungen geraucht, vermutlich namens Diablo. Die Ermittlungen laufen.

Dies ist nicht der erste Fall dieser Art. Oft wird die Polizei aber nicht informiert. Kräutermischungen (auch Duftgemisch oder Badezusatz) werden in kleinen Tütchen im Internet oder in Headshops angeboten und verkauft.

Meist tragen sie vielversprechende Namen – und werden häufig als Droge missbraucht. Als sogenannte „Legal-Highs“ sind sie zwar keine bekannten und verbotenen Drogen, aber enthalten dafür meist neue und damit auch ungeprüfte psychoaktive Substanzen, deren Wirkungen völlig unberechenbar und daher gefährlich sind.

Entsprechend wird beim Inhaltsaufdruck weder Substanz noch Dosierung ausgewiesen. Der Missbrauch von sogenannten Kräutermischungen ist mit großen Gefahren für die Konsumenten verbunden – eben aufgrund des nicht überschaubaren und nicht einschätzbaren Wirkstoffpotential, der außerdem einem ständigen Wechsel unterliegen kann und nicht kontrolliert wird.

Immer wieder mussten Konsumenten vom Arzt behandelt werden, zum Teil auch wegen lebensgefährlicher Intoxikationen.

 
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