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CDU Stadtbezirksverband Kastel

Jahreshauptversammlung am 08.11.2013  im Vereinslokal KFV 06 in Kastel

„Alle zwei Jahre wieder..“ – so sollte die Mitgliederversammlung der CDU-Kastel nicht verlaufen..

Die Aktiven der hiesigen CDU trafen sich mit einigen Erwartungen nach den Turbulenzen in der Kasteler Ortspolitik in den letzten beiden Jahren. Der erste Teil der gut besuchten Mitgliederversammlung war der Ehrung langjähriger Mitglieder und der Aussprache über Partei-und Fraktionsarbeit gewidmet.

Der CDU Stadtälteste Manfred Kleinort erhielt bereits im letzten Herbst aus der Hand von Horst Klee, MdL die Goldene Nadel für 50-jährige Mitgliedschaft; dies wurde erneut gewürdigt mit dem besonderen Dank für die besonnene, auf Ausgleich bedachte Arbeit Herrn Kleinorts zugunsten der Kasteler Fußballvereinigung 06, deren Gast die CDU-Gremien gerne sind, aber auch für den Kasteler Vereinsring, aus dessen Vorstand er vor Kurzem ausschied.

Für 40 Jahren Treue zur CDU wurden durch den Vorsitzenden Bernd Kaltenbach und den stellvertretenden Kreisvorsitzenden Stadtrat Dr. Franz geehrt:

Frau Christa Kleebach, Anrainerin und freundliche Beraterin in Fragen des Erhalts der Kasteler Rheinanlagen, Herr Hans Ebert, vielleicht nur noch älteren „Kasselern“ bekannt, da er nach Mainz verzogen aber noch immer seinem „alten Verein“ verbunden ist und Frau Katharina Schulze, pensionierte Leiterin eines Standesamtes aus Rheinhessen, seit jeher aktiv in Wahlkampf und Überzeugungsarbeit, Mitglied im Kasteler Parteivorstand.

Die„Laudatio“ für Frau Hanna Kaltenbach, ebenfalls 40 Jahre  Mitglied der CDU, übernahm Stadtrat Dr. Franz, indem er, gleichsam für alle Geehrten geltend, darauf anspielte, daß Treue zu Profil und Ideengut einer Partei ein Wesenzug konservativ eingestellter Menschen, und dies ein großer Schatz für die Gesellschaft ist.

In seinem Impulsvortrag stellte Stadtrat Dr. Oliver Franz sein am 01.10.2013 übernommenes neu strukturiertes Tätigkeitsfeld im Wiesbadener Magistrat vor:
Dezernat für Ordnung, Bürgerservice und Grünflächen. Dabei ging er besonders auf die personelle Verstärkung der Stadtpolizei ein, die jetzt Dienst 24 Stunden auf 07 Tage, aus e i n e m  Zentrum heraus geführt, mache und viele Aufgaben aus dem Spektrum der Landespolizei übernommen habe.

Unter dem Begriff und Titel „Bürgerservice“ fasste er neue und kundenorientierte Leistungen zusammen, die durch die ELW zu koordinieren seien, ein Unternehmen, das hessenweit und darüber hinaus einen einzigartigen Ruf habe.

Für das in früheren Jahren personell stark „gerupfte“ Grünflächenamt habe man eine deutliche Etataufstockung erreichen können, die Planungskapazität des Amtes sei sehr effizient, viele Arbeiten könnten an Sub-Unternehmen vergeben werden. Man müsse nur erkennen,  dass die Pflege des Grüns, hier besonders älterer Bäume wie in der Kostheimer Lesselallee enorme Summen verschlinge...

Auf die Aufenthaltsverbesserung an Rathenauplatz und an der ehemaligen Rampe zur Alexander-Patch-Brücke ging Dr. Franz nur dahingehend ein, dass er den Befürwortern der Heckenrodung am südlichen Rand der Rampe dafür dankte, dass diese seinem am 21.10.2013 vollzogenen Kompromiss, einen Teil der Hecke beizubehalten, jedoch die Sichtverbindung zwischen dem nördlichen und südlichen Teil des Eleonorenparks im Verlaufe sog. Gräserbänder zu ermöglichen, zustimmten, obwohl viele erfahrene Landschaftsgestalter eine Komplettrodung bevorzugten, und die dazu notwendigen Genehmigungen alle vorlägen.

Er warb dafür, dass auch die im Gerichtsstreit unterlegenen Bürger der jetzigen Lösung etwas abgewinnen sollten; auch hier „..heile die Zeit Wunden..“ Bernd Kaltenbach bot dem Nachfolger von Frau Zeimetz, mit der man sehr vertrauensvoll zusammengearbeitet habe, an, eine Ortsbegehung  im Zuge des ganzen Rheinufers vom Grillplatz an der Lachebrücke bis zum jetzt im Aufwind stehenden Rathenauplatz zu machen, das für eine Erweiterung der Freizeitlandschaft so wertvolle ehemalige „KIES-MENZ-Gelände eingeschlossen.

In seinem Bericht zur Lage der Ortspartei und der Fraktionsarbeit dankte der Vorsitzende den Wahlkampfhelfern in diesem Sommer und Herbst und verlas ein großes Lob der Wiesbadener Wahlkreisabgeordneten Dr. Kristina Schröder, das sie an die Versammlung gerichtet hatte.

 

Auch die Zweistimmen für die CDU hätten deutlich über der Zustimmung zur Union bei der letzten Kommunalwahl gelegen. Anlass auch zur Selbstkritik:
Die Orts-CDU müsse ihren konstruktiven, innovativen Beitrag im Kasteler Ortsbeirat und über die Wiesbadener Rathausfraktion deutlicher kommunizieren, dabei auch dem Eindruck entgegenwirken, der schon mal im Gespräch geäußert werde, sie schlage sich zu lange und ergebnislos mit manchen Entwicklungen am Rheinufer gegenüber der Reduit herum, vernachlässige somit andere wichtige „Baustellen“, von denen Kastel genügend besitze.

Diesen Faden nahm Kaltenbach auf, in dem er die Schwerpunkte der Sacharbeit seiner Fraktion im Ortsbeirat herausstellte:

Verschönerung unserer Plätze, Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur, auch durch Einrichtung einer Fahrradstraße, deren Verlängerung Bestandteil des Konzepts sei, Entwicklung des Gewerbegebietes Petersweg Ost mit dem Ziel von Einnahmeverbesserungen, die auch einen Teilausbau der Boelckestraße ermöglichten, Verbesserung der Parkraumsituation in Alt-Kastel bis hin zu Bahnhof und Reduit.

Die besonders ärgerliche Lage für Familien mit Kindern und Bewegungseingeschränkte am hiesigen S-Bhf sei für Alle ein Dorn im Auge; hier empfahl der Vorsitzende, sich dem Appell des VDK Ortsverbands anzuschließen, auch wenn die Nachrichten aus Wiesbaden bisher NULL Spielraum erkennen ließen.

In der Aussprache zum Bericht des Vorsitzenden kam zum Ausdruck, dass die sachlich-fachliche Übereinstimmung der Kasteler Unions-Vertreter mit der Rathausfraktion sehr effizient sei und man so oft an einer guten Lösung mitwirke; dies gelte auch für die bald zu erwartende Verbesserung im Bereich Petersweg.

Natürlich, meinte, die optimistische Grundstimmung einschränkend, der Vorsitzende, sei die Ausrichtung der Mehrheit im Ortsbeirat umgekehrt proportional zur Lage im Rathaus, bald vielleicht im Lande und im Bund... einer guten Entwicklung eher abträglich, das könne man ja jeden Tag in der Zeitung lesen...

Im zweiten Teil der Versammlung, weniger anregend oder gar aufregend, wurden nach einstimmiger Entlastung des Vorstands aufgrund Antrags des Stadtverordneten H.-J. Hasemann-Trutzel  der Vorstand des Stadtbezirksverbands Kastel in fast allen Positionen einstimmig wieder- bzw. neu gewählt, und die Delegierten für Kreisparteitage sowie für Gremien, die die EUROPA-Kandidaten bestimmen, gewählt: mühsame Prozedur, den Bestimmungen des Wahlgesetzes gehorsam…

Trotzdem endete die Jahreshauptversammlung gegen 22:30 Uhr in fröhlicher Atmosphäre.

(Bernd Kaltenbach)

 
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