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Rheinufer Amöneburg/Kastel/Kostheim - Stadt Wiesbaden hat Planungshoheit und Vorkaufsrecht

Vorkaufssatzungen vom Magistrat beschlossen

Die Uferzonen an Rhein und Main sind ein Schaufenster für Wiesbaden und AKK, von Schierstein bis Kostheim gibt es entlang der beiden Ströme erhebliche stadtentwicklungspolitische Potenziale, die es in den kommenden Jahren weiter gemeinsam umzusetzen gilt, sagt Stadtentwicklungsdezernentin Sigrid Möricke.

Vom Schiersteiner Osthafen bis zum zukünftigen Linde Quartier am Kostheimer Floßhafen sollen jedoch nicht allein hochwertige Wohngebiete entstehen. Es ist beabsichtigt künftig die unterschiedliche Prägung der Uferzone stärker zu betonen, so die Dezernentin.

So verfolge die Stadt neben der Umsetzung eines durchgängigen uferbegleitenden Rad- und Fußweges auch das Ziel, das Flussufer von Rhein und Main mit seiner sowohl industriellen und städtischen als auch landschaftlichen und naturnahen Gestalt für die breite Öffentlichkeit zugänglich und erlebbar zu machen.

Diese Zielsetzungen wurden durch das Konzept zum Stadtumbau Kostheim-Kastel und das 2012 durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossene freiraumplanerische Rheinuferentwicklungskonzept Wiesbaden bekräftigt, erläutert die Dezernentin weiter.

Mit den nun vom Magistrat beschlossenen Vorkaufssatzungen (am Dienstag, 14. Januar, wurden noch die Vorkaufssatzungen „Linde Quartier“ und „Rheinufer, südöstlich der Theodor-Heuss-Brücke“ beschlossen) sichert sich die Stadt die Planungshoheit für folgende Bereiche:

Schierstein, östlich des Schiersteiner Hafens, Biebrich, östliches Biebricher Rheinufer, Amöneburg, Rheinufer nördlich der Kaiserbrücke, Kastel, Rheinufer südöstlich der Kaiserbrücke, Kastel, Rheinufer südöstlich der Theodor-Heuss-Brücke, Kastel, Housing Areal, Kastel, AAFES Areal und Kostheim, Linde Quartier.

Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zu den aufgeführten Vorkaufssatzungen erhält die Landeshauptstadt Wiesbaden die Option, im Falle eines Grundstücksverkaufs die zur Realisierung der Planung und Sicherstellung der geordneten städtebaulichen Entwicklung erforderlichen Grundstücke durch Ausübung des Vorkaufsrechtes. So erhalte die Stadt die Möglichkeit, aktiv Einfluss auf die städtebauliche Entwicklung zu nehmen.

Das durch Satzung begründete besondere Vorkaufsrecht ergänze das allgemeine Vorkaufsrecht und unterstütze den städtischen Grundstückserwerb innerhalb des Planungsbereichs wirkungsvoll. Die Dezernentin erklärt, es sei ein anerkanntes städtebauliches Instrument, das von vielen Städten und Gemeinden ziel- und zweckorientiert eingesetzt werde.

 
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