Täglich aktuelle Nachrichten aus AKK, Mainz und Wiesbaden

Akk Zeitung

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
AKK Zeitung
E-Mail PDF

Grandios gescheiterte Bürgerbeteiligung in Biebrich

Stadt hat mit der Vermarktung des Zollspeichers Chance für größten Wiesbadener Stadtteil vertan

Wir begrüßen, dass die Stadt Wiesbaden sich durchgehend das Vorkaufsrecht am Rheinufer sichert. Damit ist eine kontrollierte und gesicherte Gestaltung im Sinne der Stadt und damit der Bürgerinnen und Bürger für weite Teile des Rheinufers möglich.

Für den Zollspeicher in Biebrich greift diese Maßnahme aber leider nicht. Statt Künstlerateliers und Räume für die Anwohner wird dort teurer Wohnraum mit fragwürdiger architektonischer Ausgestaltung geschaffen. Auch der Denkmalschutz hatte Einwände geäußert“, kritisiert Claus-Peter Große, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen Rathausfraktion.

Statt die Bürgerinnen und Bürger ernst zu nehmen, die sich in einem Beteiligungsverfahren für eine öffentliche Nutzung eingesetzt hatten, habe die Stadt die Immobilie vermarktet, ohne die Gestaltung in den Vordergrund zu stellen.

„Der Zollspeicher wird sozusagen der Stachel im Fleisch der Ufergestaltung sein. Denn gestalterisch ist kein Highlight für den Zollspeicher zu erwarten. Hier geht es nur darum, möglichst viel Profit aus dem alten Gebäude herauszuquetschen.

Die Entscheidung war eine große Enttäuschung für die Biebricher, die sich in mehreren Workshops intensiv eingebracht haben und deren Ideen anschließend überhaupt nicht zum Tragen kamen. Dies ist ein Beispiel für eine grandios gescheiterte Bürgerbeteiligung, das sich so nicht wiederholen darf!“, mahnt Große.

(Claus-Peter Große - Carola Pahl)

 
Regionale Werbung
Banner