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Kastel: Mogelpackung Baumarkt - Was steckt wirklich dahinter

Mit Verwunderung und Erstaunen nimmt die AGP (Aktionsgemeinschaft Petersweg) die aktuellen Geschehnisse und Entwicklungen rund um das Thema „Gewerbegebiet Petersweg-Ost“ zur Kenntnis. Die politischen Gedankenspiele zum Thema Einzelhandel können nicht ohne Widerspruch bleiben.

Das blanke Entsetzen steht Sven Lutz, dem Vorsitzenden der AGP, ins Gesicht geschrieben: „Warum haben wir über so viele Jahre gekämpft? Was bedeutet die Festsetzung „Kein Möbelmonster im Petersweg-Ost“ im geltenden Koalitionsvertrag von CDU und SPD, wenn jetzt doch großflächiger Einzelhandel kommen soll?“

Seit fast 15 Jahren quälen sich Politik und Verwaltung unserer Landeshauptstadt mit der Nutzung bzw. Vermarktung eines unserer gesamtstädtischen Filetgrundstücke. „Wir werden nicht nur die Bürgerinnen und Bürger in AKK davon überzeugen, dass eine nachhaltige Vermarktung der Flächen anders aussieht und dringend notwendig ist“, so Sven Lutz weiter.

In der Dezember-Sitzung der Stadtverordnetenversammlung hat die AGP wahrgenommen, dass Dilettantismus keine Erfolg versprechende Vermarktungsstrategie für die wertvollen Flächen ist.

Wer die Geschichte des Gewerbegebietes kennt, der weiß, dass ursprünglich werthaltige Arbeitsplätze entstehen sollten. An diesem Standort braucht kein Mensch weiteren Einzelhandel oder zusätzliche Märkte, sondern zukunftsfähige Betriebe.

So will es derzeit die Bauleitplanung. Die Grundstücke sind schlichtweg zu wertvoll, um sie dem Konsum zu opfern. Tatsächlich soll jetzt im Gewerbegebiet Petersweg-Ost großflächiger Einzelhandel entstehen. Die Verlagerung des Hornbach-Baumarktes wird als kleines Übel abgetan.

Wer die Welt des großflächigen Einzelhandels kennt und wer über den Tellerrand hinausschauen mag, der wird feststellen, dass weitere Betriebe kommen werden. Erst der Baumarkt, dann weitere Fachmärkte, dann das Möbelmonster.

Wie ein Krebsgeschwür wird das kostbare Gebiet vom Einzelhandel zerfressen! Negative Auswirkungen werden nicht nur verkehrlicher Art sein. Das Wiesbadener Anschauungsbeispiel in Biebrich reicht den Kommunalpolitikern als absolutes Negativbeispiel anscheinend nicht aus.

Ohne Konzept und nachhaltige Lösungsoptionen ist es für die agierenden Personen ein einfaches Spiel, den Grund und Boden für einen weiteren Einzelhandelsstandort zu opfern. Was macht die Wirtschaftsförderung? Warum ist in den vergangenen Jahren nichts passiert in Bezug auf die Ansiedlung von werthaltigen Arbeitsplätzen an diesem Standort?

Dass jetzt auch noch mit dem Geldschein gewunken wird und die Finanzierung des Ausbaus der Boelckestraße unmittelbar mit diesem Thema verknüpft wird, zeigt, dass keine wirkliche Strategie vorliegt.

Die AGP wird sich massiv gegen diese Pläne zur Wehr setzen. Es kann nicht sein, dass die Wohnumfeldsituation vieler Bürgerinnen und Bürger und das Ersticken im Verkehr des Einzelhandels den Politikern und den verantwortlichen Personen im Rathaus egal ist.

Eine neue Runde der hoffentlich konstruktiven Auseinandersetzung ist eröffnet!

(Sven Lutz)

 
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