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Bürgerhäuser im Fokus: 2-Stufen-Lösung

Vor Ort in Hechtsheim: Stadt schafft Klarheit – OB: Kein Verein muss Sorge haben

Seit Jahrzehnten sind die Bürgerhäuser und andere vergleichbare Einrichtungen in den Mainzer Stadtteilen wichtige und beliebte Veranstaltungsorte und werden auch von den Vereinen regelmäßig für Veranstaltungen und Versammlungen genutzt.

Trotz der Prioritätensetzung auf den Bau von Kitas und Schulen fiel deshalb alleine nur für die laufende Instandhaltung der drei Bürgerhäuser Finthen, Hechtsheim und Lerchenberg gemeinsam mit Energiekosten und dem Mieterlass aufgrund der Vereinsregelung jedes Jahr ein Betrag von rund 1 Mio. Euro im Haushalt an.

Die dennoch seit vielen Jahren registrierte Verschlechterung des Zustandes der Gebäude führte dazu, dass der Rat Ende Oktober 2013 mit breiter Mehrheit die Verwaltung bat, in enger Zusammenarbeit mit der ZBM ein Zukunftskonzept zu entwickeln, wie die Bürgerhäuser in Hechtsheim, Lerchenberg und Weisenau vor dem Hintergrund des über Jahrzehnte angewachsenen Sanierungsbedarfs langfristig gesichert werden können.

Die Erarbeitung eines solchen Konzeptes ist für den Rat wie auch für die Stadtspitze ein klares Bekenntnis zum Erhalt einer bürgernahen Infrastruktur für lebendige Stadtteile. Da in Finthen der baldige Bau einer Sporthalle angestrebt wird, arbeitet die Stadt hier in enger Abstimmung mit Ortsbeirat, Ortsvorsteher und Vereinen hinsichtlich der Zukunft des dortigen Bürgerhauses nach wie vor an einer gesonderten Lösung.

Am vergangenen Dienstag hatte der Stadtvorstand zunächst den Auftrag erteilt, in Hechtsheim die unmittelbar notwendigen Arbeiten zur Sicherstellung des Weiterbetriebs in Angriff zu nehmen. Nicht gefährdet sind damit auch die Fastnachtssitzungen.

Gemeinsam mit Bürgermeister Günter Beck und Beigeordneter Christopher Sitte zeichnet der Oberbürgermeister Michael Ebling nach weiteren Beratungen mit den Fachämtern den Weg vor: Kein Verein muss Sorge haben. Wir werden auf der harten Basis transparenter Zahlen und Fakten eine 2-Stufen-Lösung umsetzen.

Im ersten Schritt werden brandschutztechnische Arbeiten i. H. v. rund 500.000 beauftragt, die eine Nutzung des Bürgerhauses Hechtsheim auch mittelfristig sicherstellen werden. Darin enthalten sind auch die Kosten für die unvermeidliche Erneuerung der Lüftungsanlage.

In der zweiten Stufe wollen wir das vom Rat gewünschte Konzept auf die Beine stellen und peilen hierfür eine Zeitbedarf von rund 2 Jahren ein. Mindestens zwei weitere Jahre werden aus heutiger Sicht im Anschluss für die Realisierung notwendig sein.

Für diesen Zeitraum wird der Stadtvorstand sicherstellen, dass neben dem Bürgerhaus Hechtsheim auch die Bürgerhäuser Finthen, Weisenau und Lerchenberg weiter betrieben werden können. In den ersten beiden Jahren der Konzeptionsphase soll neben der selbstverständlichen Untersuchung von Einsparpotenzialen in den jeweiligen Stadtteilen auch der aktuelle Bedarf von Bürgerschaft, Vereinen und Verbänden ermittelt werden, um die Infrastruktur an die zeitgemäßen Gegebenheiten anzupassen, indem Bedarf und Angebot gegenüber gestellt werden.

Dabei sollen alle Räumlichkeiten in den Stadtteilen berücksichtigt werden. Aber auch der in Weisenau mit Erfolg praktizierte Modellversuch einer engen Kooperation mit einem Verein zur Betreuung und Verwaltung des Bürgerhauses könnte möglicherweise an anderer Stelle Pate stehen...

 
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