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Der Rosenmontagszug aus Sicht der Polizei

Die polizeiliche Bilanz für den diesjährigen Rosenmontag spiegelt in etwa das Niveau des Vorjahres wider.

Trotz Wegfall der Veranstaltungsbühne am Railion wurden durch die eingesetzten Polizeikräfte vor und während des Umzuges ein ähnliches Besucheraufkommen wie im vergangenen Jahr festgestellt.

Nach Durchlauf des Umzuges verteilte sich das Besucheraufkommen von dort in die Innenstadt, ohne dass es zu einer Überfüllung eines Platzes kam. Die Bühnen am Schillerplatz und am Höfchen waren sehr gut besucht, die Plätze waren jedoch nicht überfüllt.

Wiederum kam es ab dem späten Nachmittag erwartungsgemäß zu einer Vielzahl von Schlägereien, vor allem im Bereich der Veranstaltungsbühnen in der Innen- und Altstadt, sowie im Bereich des Fort Malakoff, was sich in der Nacht noch verstärkte und bis in die frühen Morgenstunden hinzog.

Immer kürzer getaktet rückte die Polizei zu Streitereien, Schlägereien und Sachbeschädigungen aus. Sechs Beamte wurden bei den zahlreichen Einsätzen verletzt.

Am Fort Malakoff kam es nach einer Körperverletzung und einer Bedrohung mit Messer zu Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte. Dabei solidarisierten sich etwa 15 Personen gegen die Polizei. Hierbei wurden 4 Personen in Gewahrsam genommen.

In der Weißliliengasse wurde einem Beamten, der eine Person gebeten hatte, zur Seite zu treten, ohne Vorwarnung mit der Faust ins Gesicht geschlagen.

Im Bereich Schillerstraße / Münsterstraße wurde ein Beamter durch einen Kopfstoß verletzt. Bei der anschließenden Widerstandshandlung und dem Einsatz von Pfefferspray wurden zwei weitere Beamte verletzt. Diese konnten ihren Dienst jedoch fortsetzen.

In der Langenbeckstraße erlitt ein Beamter eine Nasenbeinfraktur durch einen Faustschlag. Der Beamte wurde durch einen unter Alkohol- und vermutlich auch Drogeneinfluss stehenden Mann angegriffen, der zwecks Ausnüchterung in den Gewahrsam verbracht werden sollte. Der Beamte wurde im Krankenhaus ambulant behandelt und konnte seinen Dienst nicht fortsetzen.

Bis jetzt kam es zu 131 Strafanzeigen (90/2013), in der Mehrzahl wegen Körperverletzungsdelikten, Sachbeschädigungen und Diebstählen. Diese Zahl dürfte sich jedoch noch in den nächsten Tagen erhöhen, da erfahrungsgemäß noch im Nachgang einige Anzeigen bei der Polizei erstattet werden.

Insgesamt sprach die Polizei 77 Platzverweise (107/2013) aus. 43 „unbelehrbare“ Randalierer (21/2013) mussten in Gewahrsam genommen werden.

Die Polizei hat auch in diesem Jahr in Kooperation mit der Stadt Mainz Jugendschutzkontrollen durchgeführt. Hierbei wurden bei 660 Personenkontrollen (600/2013) überwiegend jugendlicher Besucher durchgeführt, bei denen insgesamt 76 Liter Alkohol vernichtet wurden.

 
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