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Kasteler Kultur-Legende Fritz Diehl im Alter von 89 Jahren verstorben

Nachruf

Für den verstorbenen Ehrenpräsidenten der Gesellschaft für Heimatgeschichte Kastel- Kulturpreisträger der Landeshauptstadt Wiesbaden war seine dynamische Vita stets darauf ausgerichtet , den Menschen in der Region eine kulturelle Heimat zu schaffen und die „Wurzeln zu pflegen“.

Zu seinen fulminanten Verdiensten zählt das Schaffen von Identität. Fritz Diehl war 1980 der Initiator und Motor mit 26 Mitgründern für die bedeutsame  Gründung der Gesellschaft für Heimatgeschichte mit einer sensationellen Entwicklung.

Der Kulturelle Vorzeigeverein setzt sich bis heute für die Erforschung der über 2000jährigen Geschichte von Kastel und die Pflege des Heimatgedankens ein.

In der Josefinen-Anlage in Alt-Kastel wurde Fritz Diehl geboren. Bei dem Energiebündel war nichts unmöglich, mit viel Ideenreichtum und Organisationstalent konnte er viel umsetzen. Der verstorbene war Mitgründer des „Atlanta-Clubs“ des heutigen Karneval-Club Kastel.

Nach dem 2.Weltkrieg hatte der engagierte Kasteler die Jocus-Garde wieder mit ins Leben gerufen. Fritz Diehl war Mitgründer des Vereinsrings und der Ratsherrenrunde der KJG. Inspirator zu den erfolgreichen Flößersitzungen des Kostheimer Carneval-Verein mit dem Schlachtruf: „Flößer Ehr- Langholz her !“

Der beflissene Protagonist für Kultur und Geschichts-Aufbearbeitung sowie Dokumentationen konnte immer wieder die Menschen in der Region begeistern. Seine Ideenvielfalt konnte der verstorbene immer wieder durch aktive „Kulturschaffer“ erfolgreich realisieren.

Die Leidenschaft zur Heimatgeschichte entflammte, als Fritz Diehl bereits 50 Jahre alt war. Nach der GHK-Gründung faszinierte der euphorische Heimatforscher mit Dia-Vorträgen im Kasteler-Bürgerhaus, um das Geschichtsbewusstsein der „Kasseler“ zu wecken.

Ferner schrieb er wissenswerte Geschichtsbücher und war Journalist in den lokalen Print-Medien. Dazu zählten seine unübertroffenen Mundartglossen über sein Kastel-AKK. Heimatforscher  Fritz Diehl konnte sein Lebenswerk, das Museum Castellum, im Jahr 1990 zur 2000 Jahr Feier in der historischen Reduit realisieren.

Die große 2000 Jahr Feier, ebenfalls 1990, kam ebenso vom „Macher“ Fritz Diehl. Zu seinen weiteren verdienstvollen Aktivitäten zählten die Eröffnung des Museums Römischer Ehrenbogen 1991, die Eröffnung des Kasteler Fastnachtskabinetts 1992 sowie der Baubeginn des Kasteler Geschichtsbrunnens 1993 und Übergabe in die Obhut der Landeshauptstadt Wiesbaden 1994.

Beginn der Erweiterungsarbeiten im Museum Castellum war 1997. Aus Nah und Fern strömen zahlreiche Besucher in diese Kulturstätte. Als unverzagter „Bettelmönch“ konnte Fritz Diehl neben all seinen Begabungen auch überparteilich rechts und links des Rheins für die Geschichte seines geliebten Kastels werben.

Ein Meilenstein war Kauf und Sanierung der „Bastion von Schönborn“ für seine GHK. Um darin das Flößermuseum einzurichten. Es folgte die Restaurierung des Reduit-Lanzentores sowie 2006 die Restaurierung der Erbenheimer Warte.

2008 die Restaurierung der Kasteler Pestmauer und 2010 wurde die Fassade des rechten Reduitflügels instand gesetzt. 2012 wurde das Flößer-Denkmal am Rheinufer vom Initiator Fritz Diehl mit Sponsoren eingeweiht.

Der unerschütterliche Visionär konnte auch 2013 die gebührende Namenseinweihung des „Kasteler Museumsufer“ erleben. Zu seinen zahllosen Auszeichnungen zählten  die Gutenberg-Büste, die höchste kulturelle Ehrung der Stadt Mainz, das Bundesverdienstkreuz am Bande sowie der Kulturpreis der Stadt Wiesbaden für sein Lebenswerk.

F.D. hatte stets an seine Ideen geglaubt, und hatte die Gabe andere Menschen zu motivieren, indem er sich selber begeistern konnte. Sein Wahlspruch wurde zu einer Überschrift „Wir tun’s für Kastel !“

Seine einzigartige kulturelle Schaffenskraft hat nachhaltige Spuren hinterlassen. Die auf seinen Wunsch „installierte Vereinsspitze“ Karl-Heinz Kues und Klaus Lehne werden auch weiterhin das „Fritz-Diehl-Kultur-Erbe“ auf Erfolgskurs halten.

-Herbert Fostel-

 
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