Täglich aktuelle Nachrichten aus AKK, Mainz und Wiesbaden

Akk Zeitung

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
AKK Zeitung
E-Mail PDF

Was bringt die Stationierung der US-Army den Bürgern?

Daß sich die Amis in ihre eigenen "Ghettos" sprich "Housing Areas" zurückziehen und nur sehr selten mal am "Deutschen Leben" teilnehmen ist seit Jahrzehnten jedem Bürger bekannt und jeder der will, kann dies auch beobachten, bzw. man sieht es eben.

Das glatte Gegenteil wurde uns bisher von der Politik vorgegaukelt. Die offiziellen Verlautbarungen vor dem kürzlichen Herzug der Amis nach Wiesbaden sind einfach nur peinlich, widersprechen sie doch eklatant der Wahrnehmung der hier lebenden Bürger.

Was so mancher Bürger zu diesem Thema äußerte war deutlich, richtig und wenig schmeichelhaft für die politischen Befürworter, weshalb eine Wiedergabe an dieser Stelle besser unterbleibt...

Umso begrüßenswerter ist die (längst allgemein fällige) Stellungnahme (jetzt) der UFW Wiesbaden, die endlich einmal mal (als einzige politische Partei?) eine klare Position zu diesem Thema bezieht:

UFW kritisiert Nachteile des Umzugs nach Wiesbaden

Schritt für Schritt steigt die Zahl der amerikanischen Community in Wiesbaden. Mit fast 20.000 Personen ist der Anteil an der Wiesbadener Bevölkerung nicht unerheblich. Durch die neu hinzugekommenen Militäranlagen steigt zudem auch die ohnehin große Belastung für die umliegende Bevölkerung.

Fluglärm, massive Bautätigkeiten oder auch Straßensperrungen sind nur einige Einschränkungen, die berechtigterweise zunehmend in Kritik geraten. Im alltäglichen Miteinander gibt es hingegen wenig Berührungspunkte und es ist klar, dass sich in Wiesbaden eine abgeschottete Parallelgesellschaft gebildet hat.

"Die Amerikaner müssen sich offensichtlich gar nicht integrieren, sie haben ihre komplette Infrastruktur ja selbst mitgebracht. Wenn kein zusätzlicher Wohnraum benötigt werden würde, müssten sie wohl nicht mal die eigenen Gelände verlassen und würden mit dem Bus von Kaserne zu Kaserne tingeln" – äußert sich Christian Bachmann, stellv. Fraktionsvorsitzender der UFW dazu.

Weiterhin ist es fraglich ob die Wiesbadener Gastronomie und der Einzelhandel wirklich so stark von dem Umzug profitieren, wie es zum Zeitpunkt der Vereinbarung propagiert wurde.

Stellt man die positiven und negativen Einflüsse nebeneinander, bleibt eigentlich nur das Fazit, dass Wiesbaden und ihre Bevölkerung dem Umzug der US-Armee nichts entgegenzusetzen hat und die damit verbundenen Nachteile wahrscheinlich einfach ertragen muss.

„Es ist irritierend, dass wir in dieser Sache relativ hilflos sind und kaum Herr im eigenen Haus sind. Mindestens genauso Schade ist aber auch die Tatsache, dass ein gesellschaftliches Miteinander im Alltag nicht durchgehend gesucht wird“ so Bachmann abschließend.

(Christian Bachmann - Stellv. Fraktionsvorsitzender)

 
Regionale Werbung
Banner