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Besucht man in Kostheim eine Ortsbeiratssitzung, kann man was erleben
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Besucht man in Kostheim eine Ortsbeiratssitzung, kann man was erleben

...wenn die Redaktion eine Pressemeldung erhält, die mit einem "Sperrvermerk" versehen ist, also nicht vor einem bestimmten Zeitpunkt veröffentlicht werden darf, so fragt sich der Redakteur, was da wohl "dahinter steckt". 

Die Pressemeldung über die "Lesselallee" wurde von uns deshalb erst am 27.03.14 um 00:00 Uhr veröffentlicht. (HIER nachzulesen) Ob dieser Zeitpunkt deshalb gewählt wurde, weil da die Kostheimer Ortsbeiratssitzung bereits zu Ende war wissen wir nicht.

Es fiel uns jedoch auf, daß die Pressemeldung (bei uns eingegangen am Mi 26.03.2014 16:22) Tatsachen enthielt, die möglicherweise erst in der Sitzhung behandelt wurden oder werden sollten, oder haben  wir da "zu schlecht gedacht"...

Mit genau diesem Thema befaßt sich auch eine Leserzuschrift, die wir erhielten und die irgendwie ganz gut in dieses Bild paßt:

Lesselallee, Viktoriaplatz und Mathildenhof waren in der letzten Sitzung die ersten Punkte der Tagesordnung. Eine sechsköpfige Wiesbadener Delegation war extra angereist, um den Kostheimern die Welt zu erklären.

Die Lesselallee wird jetzt sofort gesperrt, da ein neues Gutachten genau das bestätigt, was die Stadt gerne hört, 55% der Kastanienbäume machen sich gerade bereit, in der jetzt beginnenden Vegetationsphase, ihre Äste abzuwerfen.

Also, die Bäume müssen weg, jetzt sofort. Der Pilz darf aber bleiben, und kommen soll die Flatterulme. Die bereits vorab beschlossene umgehende Sperrung der Allee verbarg sich lapidar hinter Punkt 2 „Sachstand Lesselallee“ der Tagesordnung der Ortsbeiratssitzung am 26.03.14.

Niemand wusste vorher was da kommt, keiner konnte sich vorbereiten und zack – steht die Sperrung im Raum, mit der kompletten Fällung direkt auf dem Fuße.

Da wird die Neupflanzung von bereits „gestandenen“ Bäumen versprochen, Gelder im aktuellen Haushalt gibt es dafür nicht, aber im nächsten – gaaanz sicher, der ist leider noch nicht genehmigt und reichen wird es auch nicht und einsehen können das noch nicht mal die Mitglieder des Ortsbeirats.

In jedem Fall enthebt das Fällen der Allee die Stadt auf einen Schlag der leidigen Baumpflegekosten. Sind die Bäume erst mal weg, und die Gelder mit Ihnen, sofern sie überhaupt da waren, wer weiß schon, wo sie dann hinflattert – die Flatterulme.

 Ganz anders, der Viktoriaplatz, da darf kein Baum fallen, auch wenn das jede sinnvolle städtebauliche Lösung für Kostheimer Bürger verhindert. Da werden 2 Planungsvarianten vorgestellt, die beide durch Langeweile und planerisches Desinteresse auffallen, und die Ergebnisse der Bürgerbefragung in keinem Punkt berücksichtigen.

Bei der Neugestaltung des Mathildenhofs war man konsequenter und hat die Bürger erst gar nicht befragt, obwohl sich die Vereine im Vorfeld, in einem gemeinsamen Schreiben an den damaligen OB Müller, stark gemacht haben - für Mitsprache und sinnvolle Nutzung.

Herausgekommen ist eine Planung, die sich durch ein bisschen von allem und nichts richtig – auszeichnet. Beachtet man die exponierte Lage in Alt-Kostheim, zwischen Grundschule und Stadtbücherei, eingerahmt von Kindergärten, Kirche und Kiko, das hätte was werden können.

So haben wir ein bisschen Spielgerät, ein bisschen Sitzecke, ein bisschen Bühne, ein bisschen Grünfläche.

Wichtig war den Planern vor allen Dingen der Erhalt der Außenmauer, mit dieser „speziellen Ästhetik“ der alten Steine. Die Verbindung zwischen Schule, Seniorentreff und Bürgerhaus wird also endlich hergestellt und dann wieder geschlossen. Geht´s noch?

Wäre es nicht so  ernüchternd, könnte man sich ergötzen an dem lupenreinen Schildbürgertum, das gestern in der Sitzung geboten wurde - von der Wiesbadener Laienspielgruppe aus der Verwaltung, mit dem Titel: „Wie Wiesbaden Kostheimern Kostheim erklärt“.

(Claudia Bau, Kostheim, 27. März 2014 (Anschrift der Redaktion bekannt))

 
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