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Renaturierung des Wickerbachs in Delkenheim ist abgeschlossen

Am Dienstag, 22. April, präsentierten Bürgermeister Arno Goßmann und Hessens Umweltministerin Priska Hinz bei einem gemeinsamen Termin die gerade abgeschlossene Renaturierung des Wickerbachs. Der neu angelegte Uferbereich kann nun mehr Wasser als bisher zurückhalten, was die Gefahr von Hochwasser verringert.

„Die Renaturierung des Wickerbachs ist ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig naturnahe Wasserläufe für den Hochwasserschutz sind“, so Hinz bei der Besichtigung. „Jeder hier investierte Euro sorgt für weniger Schäden, wenn das Wasser das nächste Mal über die Ufer tritt und sorgt zusätzlich für den Erhalt der Artenvielfalt“.

Denn auch die Tier- und Pflanzenwelt profitiere von der Umgestaltung: Neue auentypische Gehölze wie Eschen, Weiden, Hartriegel und Faulbaum wurden gepflanzt und Laubgehölze mit einer Vielzahl von Brut- und Nistkästen ausgestattet.

„Damit kann das Brutgeschäft der Vogelwelt trotz der Baumaßnahme möglichst ungestört fortgeführt werden“, so Goßmann. „Nachtigall, Dorngrasmücke, Zaunkönig und Kleiber sind nur eine der vielen Vogelarten, die auf dem Areal beobachtet werden können.“

Schon lang war die verwahrloste Fläche mit meterhohen Brombeersträuchern und bis zu 25 Meter hohen Nadelbäumen den Delkenheimer Bürgern und der Ortspolitik ein Dorn im Auge.

Nun wurden die Fichten entnommen sowie das Bachbett des Wickerbachs ausgeweitet und neu modelliert. Zahlreiche illegale Erd- und Müllablagerungen wurden entfernt, darunter Klosetts, Fahrräder und Autoreifen. Die Entsorgung verschlang dabei den größten Teil der Kosten.

Insgesamt rund 120.000 Euro stellte das Land Hessen für die Renaturierung des Wickerbachs und die angrenzende Fläche im Rahmen der Förderrichtlinie „Naturnahe Gewässer“ bereit. Die verbleibenden 69.500 Euro sollen über den Ausgleichsfond „Ökokonto Gewässer“ refinanziert werden.

Im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung erhielt die Fachfirma „Böwingloh&Helfbernd“ aus Verl bei Niedersachsen den Zuschlag für die Baumaßnahme. Das Planungsbüro Wasser und Landschaft Pape aus Wiesbaden begleitete sie im Auftrag des Umweltamtes, sodass auch die Abstimmung mit dem Naturschutz jederzeit gewährleistet wurde.

„Eine gelungene Maßnahme, die nun auch optisch für die Bürgerinnen und Bürger einen Gewinn darstellt“, resümiert Joachim Mengden, Leiter des städtischen Umweltamtes, das Projekt.

Nachdem die Einzäunung entfernt, die Brombeerhecken zurückgedrängt, und Landschaftsrasen ausgesät wurde, werde sich der Bereich nach einiger Zeit in einen Rückzugsbereich für die Tierwelt entwickeln.

 
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