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Fraport sollte Bedenken der hessischen Landesregierung ernst nehmen

Terminal 3 bleibt überflüssiges Projekt

OB Ebling und Beigeordnete Eder kritisieren erneute „Muskelspiele“ der Fraport: „Nun also muss das Konstrukt der  Abfertigungsqualität als Argument herhalten“

Oberbürgermeister Michael Ebling als auch Umweltdezernentin Katrin Eder kritisieren die erneute Ankündigung des Fraport-Vorstandschefs Stefan Schulte, dass an der Realisierung des in der Kritik stehenden Terminal 3 kein Weg vorbeiführe und die Fraport ihr vorhandenes Baurecht de facto nutzen werde, massiv:

„Seit einem Jahrzehnt vernehmen wir den ergrauten Evergreen der künftig stark ansteigenden Passagier- und Flugbewegungszahlen. Da aber die Kapazitätsentwicklung die Notwendigkeit des Terminal 3 nicht ansatzweise hergibt, wird nun also das Konstrukt der Abfertigungsqualität in die Diskussion eingeführt - ein schlicht gestricktes Manöver“, so Ebling und Eder.  

Ebling und Eder entgegnen deutlich: „Es bleibt unübersehbar, dass der Flughafen-Ausbau über lange Jahre auf dem Rücken der Region betrieben wurde.

 Die blumigen Prognosen haben sich beständig als Mondzahlen erwiesen, die von der Realität nicht bestätigt wurden. Nicht zufällig hat die schwarz-grüne Landeregierung in Hessen zum Thema Terminal 3 Zweifel angemeldet und vernehmbar Gesprächsbedarf angemeldet. Die Fraport sollte diese Bedenken ernst nehmen - wir tun dies auch!“

Die Flugbewegungen 2013 in Frankfurt weisen ein Plus von 3 Prozent auf - im Vergleich zum Jahr 2000. Sie liegen zugleich 2-3 Prozent unter jenen der Jahre 2005-2008. „Durch größere Flieger sind die Passagierzahlen angestiegen, doch darum muss die Fraport kein überproportioniertes Terminal 3 in Beton gießen.

Diese Unternehmensstrategie vergiftet massiv das Klima in Rhein-Main und führt die Region verlärmt an den Rand des Verkehrsinfarktes“, so Eder und Ebling.

Es gebe im hessischen Koalitionsvertrag die klare Willenserklärung der Landesregierung, das fragwürdige Bauvorhaben detailliert auf ihre Notwendigkeit zu prüfen.

„Jetzt steht die Politik in der Haftung, diesen Worten endlich Taten folgen zu lassen“, sehen Ebling und Eder auch die hessische Landesregierung in der Bringschuld.

 
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