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Lesselalle: Göttinger Sachverständiger spricht sich gegen Fällung der Kastanienbäume aus

"Die Kastanienallee ist unbedingt erhaltenswert"

Ein gutes Zeugnis hat der Göttinger Baumsachverständige Prof. Dr. Ulrich Weihs der Kastanienallee auf der Maaraue ausgestellt. Er sieht keinen Grund, die hundertjährige Allee zu fällen - im Gegenteil: „Die Allee ist unbedingt erhaltenswert", erklärte der Sachverständige nach einer dreistündigen Begehung.

Prof. Ulrich Weihs hat vor Ostern die Allee im Auftrag der Wiesbadener Grünen begutachtet und nun eine 50-seitige Expertise vorgelegt. Die ist eindeutig:

"Mit Ausnahme der noch verbliebenen rot blühenden Rosskastanien (Aesculus x carnea), die höchstwahrscheinlich stark durch Phytophthora geschädigt sind, ist der Allgemeinzustand der Allee insgesamt als gut, d.h. als altersentsprechend vital zu bezeichnen," heißt es in dem Papier, das auch dem Wiesbadener Grünflächenamt vorgelegt wurde.

Auch für eine mangelnde Verkehrssicherheit konnte Weihs keine verdächtigen Anzeichen erkennen. Die Absperrung kann seiner Meinung nach aufgehoben werden.

Wenn nicht unvorhersehbare negative Entwicklungen eintreten, ist nach aktueller Einschätzung des Sachverständigen davon auszugehen, dass die Lesselallee bei fachgerechter Pflege und vertretbaren Kosten noch über viele Jahre erhalten werden kann.

Die lesenswerte Expertise befasst sich im zweiten Teil mit dem Thema Grünastbruch allgemein und der rechtlichen Situation bzw. der aktuellen Rechtsprechung zum Thema Verkehrssicherheitspflicht bei Bäumen.

Darüber wie es mit der Lesselallee nun weitergeht, wird der Umweltausschuss in Wiesbaden auf seiner Sitzung am Dienstag, dem 6. Mai 2014 um 17.00 Uhr im Wiesbadener Rathaus beraten.

Auch im Kostheimer Ortsbeirat steht das Thema Lesselallee auf der Tagesordnung: Der Ortsbeirat Kostheim tagt am Mittwoch, dem 7. Mai 2014 in der Ortsverwaltung (Sankt Veiter Platz) um 18.30 Uhr. Dabei geht es auch um die Absperrung, die nach Auffassung der AUF-Fraktion die Unfallgefahr auf der Maaraue extrem erhöht hat.

„Nach einhelliger Gutachtermeinung sind die Stämme der Kastanien bruchsicher. Dennoch wurde der Zaun teilweise bis zu eineinhalb Baumlängen von den Bäumen entfernt aufgestellt," argumentiert der AUF in einem Antrag. „Wir fragen uns schon, welche Gründe es für so eine überzogene Absperrung geben kann", erklärt dazu AUF-Vertreterin Marion Mück-Raab.

Die AUF-Fraktion bleibt bei ihrer Forderung, den Zaun sofort abzubauen. Auch der Stadtverordnete der Grünen Ronny Maritzen sieht nach der Stellungnahme von Weihs, keinen Grund den Weg durch die Allee länger zu sperren.

Marion Mück-Raab forderte nochmals alle Bürgerinnen und Bürger auf, für die Allee aktiv zu werden: „Auch nach der für uns so positiven Expertise von Herrn Professor Weihs gibt es keinen Grund zur Entwarnung." Wer etwas für den Erhalt der Bäume tun wolle, solle sich direkt an die Verantwortlichen wenden.

Briefe an den Oberbürgermeister könnten per Email an die Adresse Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. geschickt werden. Stadtrat Dr. Oliver Franz ist über die Adresse Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. erreichbar.

Auf der Seite facebook.com/lesselallee wird laufend über den aktuellen Stand in Sachen Lesselallee informiert.

(Dies ist eine Pressemitteilung des AUF AKK, Frank Porten, Teufelssprung 6 , Kostheim)

 
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