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OB beteiligt Kastel und Kostheim an den Bürgerhausplänen

„In Bezug auf die Medienberichterstattung im Zusammenhang mit den Bürgerhäusern Kastel und Kostheim kann ich Entwarnung geben“, sagt Oberbürgermeister Sven Gerich.

„Es ist keineswegs so, dass sich die Stadt scheut, Geld in die Hand zu nehmen, um Ideen umzusetzen, oder dass sie gar Pläne stoppt. Im Gegenteil:

Wir möchten im Sinne der Bürgerinnen und Bürger sicherstellen, dass alle Möglichkeiten, die für die Bürgerhäuser in den beiden Stadtteilen bestehen, in Betracht gezogen und faktenbasiert bewertet werden.

Und dabei ist es wichtig, diejenigen mitzunehmen, die am Ende vom Ergebnis betroffen sein werden, nämlich die Nutzerinnen und Nutzer vor Ort.“

Gerich könne verstehen, dass die Nutzer der sanierungsbedürftigen Bürgerhäuser möglichst schnell eine Lösung wollen, mache aber darauf aufmerksam, dass gerade bei den Bürgerhäusern, die sehr wichtig für das Stadtteilleben sind, langfristig gedacht und gehandelt werden müsse.

„Deshalb kann ich nur dafür werben, dass sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen, um gemeinsam die für beide Stadtteile bestmögliche Lösung zu finden“, so der Oberbürgermeister.

Dafür hat er die Ortsvorsteherin von Kastel, Christa Gabriel, und den Ortsvorsteher von Kostheim, Stephan Lauer, im Vorfeld informiert, dass er noch vor der Sommerpause, also im Juni oder Juli dieses Jahres, eine gemeinsame Sitzung der Ortsbeiräte Kastel und Kostheim zur Zukunft der Bürgerhäuser anstrebt.

 "Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder, die beiden unbestritten sanierungsbedürftigen Bürgerhäuser werden in Stand gesetzt, oder es wird ein gemeinsames Bürgerhaus für Kastel und Kostheim gebaut, das selbstverständlich auch den Bedürfnissen der Nutzer aus beiden Stadtteilen gerecht werden muss.“

Die Idee eines gemeinsamen Bürgerhauses stamme ursprünglich vom Ortsbeirat Kastel und Gerich halte es im Sinne der Bürgerbeteiligung für selbstverständlich, die in einem der betroffenen Stadtteile geborene Idee zumindest in Erwägung zu ziehen.

Die für die ergebnisorientierte Diskussion benötigten Fakten bis zur geplanten gemeinsamen Ortsbeiratssitzung zu ermitteln und vorzulegen ist Aufgabe des Hauptamtes, das für die Bürgerhäuser der Stadt zuständig und dem Oberbürgermeister unterstellt ist.

Dazu gehören auch Ideen für einen möglichen Neubau. „Die letzten Schätzungen zu den Sanierungskosten sind vier Jahre alt. Mit diesen Zahlen können wir nicht realistisch planen. Deshalb ermitteln wir die aktuellen Sanierungskosten und die Kosten für einen möglichen Neubau.

Beide Varianten – inklusive aller Folgen und Möglichkeiten – sollen am Ende gegenübergestellt und von den Ortsbeiräten bewertet werden“, so Gerich. Ziel sei es, dass die Stadtteilgremien sich spätestens bis Ende des Jahres eine Meinung gebildet und diese dem Rathaus mitgeteilt haben, damit die Verwaltung die favorisierte Variante schnellstmöglich umsetzen kann.

Kurz: Die Entscheidung liegt in Kastel und Kostheim. Denn meiner Meinung nach kann niemand besser bewerten, welche die beste Lösung ist, als die Stadtteilgremien, deren Mitglieder täglich mit den von der Entscheidung betroffenen Bürgerinnen und Bürgern zu tun haben.“

Dass nur die gesetzlich vorgeschriebenen Sanierungsarbeiten durchgeführt werden, um unnötige Kosten zu vermeiden bis eine Entscheidung gefällt wurde, sollte laut Gerich nachvollziehbar sein.

Hier von Stillstand zu reden, halte er für falsch: „Wir sind an einer schnellen, aber vor allem auch praktikablen und langfristig guten Lösung interessiert, die beide Ortsteile durch die sie vertretenden Gremien aktiv mitbestimmen können und sollen“, sagt er.

„Und wenn wir davon sprechen, angeblich ‚unmöglich Scheinendes möglich zu machen‘, muss ich ganz klar sagen: Ich halte es nicht für unmöglich, dass sich zwei Stadtteile ein Bürgerhaus teilen und dabei Synergien nutzen.

Denn ich glaube nicht, dass sie Rivalen sein müssen, wenn ihre Bedürfnisse gleichermaßen berücksichtigt werden.“ Doch dies sei eine Debatte, die erst dann zielführend geführt werden könne, wenn alle Fakten für die genannten Möglichkeiten auf dem Tisch liegen: nach der gemeinsamen Ortsbeiratssitzung im Sommer.

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