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Polizei wirbelte "Gurtmuffel" durcheinander

Von Erstaunen waren die Reaktionen der Lkw-Fahrer geprägt, die gestern auf der A61 bei Worms in eine Kontrolle der Autobahnpolizei gerieten.

Eben noch schlechtes Gewissen, als sie wegen eines nicht angelegten Sicherheitsgurtes einem Polizeimotorad auf den Parkplatz folgen mussten, dann die Überraschung als die Beamten gar kein Bußgeld für den Verkehrsverstoß haben wollten.

Dafür wurde den insgesamt 74 angehaltenen Truckern ein Parcours des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) angeboten, der die Folgen ohne Gurt bei einem Unfall sehr realitätsgetreu simuliert.

Gemischte Gefühle erlebten wohl alle, als sie sich im Modell einer Fahrerkabine überschlugen oder mit einem Gurtschlitten auf ein stehendes Hindernis auffuhren. Daneben wird noch in einer Videosimulation gezeigt, wie wichtig ein ausreichender Abstand zum Vordermann ist.

Alle 71 Teilnehmer waren sich danach einig: nie wieder ohne Gurt! Nur drei Lkw-Fahrer hattenm Angst und zahlten lieber das obligatorische Bußgeld als sich auf das Experiment einzulassen.

Wie wichtig jedoch die Einsicht ist, zeigt eine Untersuchung der Unfallforschung. Bei bis zu 80 Prozent der schweren Verkehrsunfälle kann der Gurt dazu beitragen, Verletzungen zu vermindern oder zu vermeiden.

Trotzdem nutzen ihn die Insassen im Lkw deutlich weniger als im Pkw. Verhältnismäßig geringere Geschwindigkeiten und die erhöhte Sitzposition gaukeln Sicherheit vor, die gar nicht vorhanden ist, wie das Experiment den meisten Truckern eindrucksvoll beweisen konnte.

Die Aktion von Polizei und DVR dauert noch bis Mittwochnachmittag. Berufskraftfahrer sind zu diesem Erlebnis herzlich eingeladen, auch ohne zuvor durch einen nicht angelegten Gurt aufgefallen zu sein.

 
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