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Ökologische Projekte der ELW

In Erinnerung an die Eröffnung der Konferenz der Vereinten Nationen zum Schutz der Umwelt am 5. Juni 1972 findet immer am 5. Juni der Tag der Umwelt statt. Dieses Jahr unter dem Motto ‚Natur ganz nah – gut leben in der Stadt‘.

Grundsätzlich liegen die Aufgaben der ELW ‚nur‘ in der Abfallsammlung, im –transport, in der Abfallbehandlung sowie der Abwasserreinigung. Doch die ELW leisten deutlich mehr. Sie handeln nach ökologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten und tragen somit zum Schutz der Umwelt bei.

Die Entsorgungsbetriebe bieten zahlreiche haushaltsnahe Möglichkeiten zur Getrenntsammlung von Wertstoffen an: Bioabfall- und Altpapierbehälter, Altglascontainer sowie die Sammlung von Grünabfällen und Elektroschrott im Rahmen der Sperrmüllabfuhr.

Auf den drei Wertstoffhöfen und der Kleinannahmestelle stehen weitere Möglichkeiten zur Verfügung, um Wertstoffe zu entsorgen. Die ELW verwerten die gesammelten Abfälle und erzeugen hierbei so genanntes Deponiegas, Biogas und Faulgas.

Deponiegas, also Strom aus Restabfällen, erzeugte im Jahr 2013 rund 13,7 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom. Biogas, das in Wiesbaden aus jährlich rund 16.000 Tonnen Bioabfällen gewonnen wird, verhalf dazu, rund 3,7 Millionen kWh Strom zu produzieren.

Mit Faulgas, aus Faulschlamm, wurden 2013 knapp 9,2 Millionen kWh Strom erzeugt. Außerdem können mit einer der größten Fotovoltaikanlagen Hessens jährlich zusätzlich rund eine Millionen kWh Strom aus Sonnenenergie geschaffen werden.

Insgesamt erzeugten die ELW durch die vier genannten Maßnahmen jährlich rund 27,6 Millionen kWh Energie. Dies entspricht dem Jahresbedarf von knapp 10.000 Durchschnittshaushalten. Die Entsorgungsbetriebe decken mit dem erzeugten Strom ihren Eigenbedarf und speisen die restliche Menge in das öffentliche Stromnetz ein.

An dem Biomassekraftwerk im Eingangsbereich der Deponie, das 2013 in Betrieb genommen wurde, sind die Entsorgungsbetriebe durch die Bereitstellung des Geländes und der Infrastruktur beteiligt.

Hier sollen zukünftig bis zu 90.000 Tonnen Altholz pro Jahr umweltfreundlich verbrannt und in 63 Millionen kWh Strom und 150 Millionen kWh Wärme umgewandelt werden. Die Überschusswärme der Deponieblockheizkraftwerke speisen die ELW in das Fernwärmenetz der ESWE ein.

Der jährliche Stromverbrauch des Hauptklärwerks wurde in den letzten fünf Jahren um knapp 1,9 Millionen kWh gesenkt, unter anderem durch Umbaumaßnahmen im Bereich der biologischen Reinigungsstufe.

Der jährliche Stromverbrauch des Klärwerks in Biebrich wurde, beispielsweise durch den Austausch des Filtermaterials in der biologischen Reinigungsstufe, der Optimierung der Prozesswasseranlage und des Zulaufpumpwerks, in den letzten fünf Jahren um knapp 1,7 Millionen kWh gesenkt.

Im gleichen Zeitraum wurde die jährliche Eigenstromerzeugung aus Klärgas durch die Inbetriebnahme des neuen Schlammwegs um gut eine Million kWh erhöht.

Gleichzeitig konnte die Menge der durch Klärgas erzeugten Wärme in beiden Klärwerken um knapp eine Millionen Kubikmeter pro Jahr gesteigert werden.

Außerdem handelt es sich bei den acht Dienstfahrzeugen der ELW-Mitarbeiter um Erdgasfahrzeuge. Darüber hinaus haben sie sechs Elektropersonenkraftwagen im Einsatz.

Auf dem Betriebshof wird neben der Umrüstung auf Energiesparlampen beispielsweise auch Regenwasser gesammelt und für die Waschstraße, den Freiwaschplatz, das Löschwasser für Wandhydranten, die Löschwasservorhaltung für die Feuerwehr, die Abfallbehälterreinigung und für die Außenzapfstellen genutzt.

Getreu dem Motto dieses Umwelttages versuchen die ELW auch der Stadt die Natur nah zu bringen. So befinden sich Trockenwiesen und -mauern als Biotope für Tiere und Pflanzen auf dem Gelände des Betriebshofs und der beiden Klärwerke.

Wer auf den Wiesenflächen rund um die Deponie Schafe grasen sieht, der blickt auf ein weiteres Umweltprojekt. Rund 500 Schafe eines Auringer Schäfers bleiben je nach Witterung von April bis Ende September/Mitte Oktober und sorgen dafür, dass die Wiesenflächen auf ganz natürliche Weise kurz gehalten werden. Dies spart den Einsatz technischer Mähgeräte...

 
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