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Rosengarten erstrahlt in neuem Glanz

Erster Bauabschnitt abgeschlossen

Nach einem halben Jahr Bauzeit erstrahlt der Rosengarten rechtzeitig zur Rosenblüte in neuem Glanz. Für insgesamt 340.000 € wurde der westliche Teil des Rosengartens entlang der Abtsgasse rundum erneuert.

Dies war nötig geworden, da der denkmalgeschützte Rosengarten in Teilen nicht mehr die nötige Verkehrssicherheit bot.

Die Arbeiten im 1. Bauabschnitt  des Rosengartens im westlichen Teil entlang der Abtsgasse mit dem Lesehof und der Pergola wurden eng mit der Denkmalschutzbehörde und dem Institut für Steinkonservierung (IFS) abgestimmt.

Das historische Mauermaterial aus Mainzer Becken Kalkstein war aufgrund der  Schließung des Steinbruchs nicht mehr erhältlich, so dass zusammen mit der Denkmalpflege und dem IFS ein alternatives Material (Jura-Kalkstein) ausgesucht und nach dem ursprünglichen Mauerbild eingearbeitet wurde.

Auch die alten Betonplatten waren in ihrer ursprünglichen Form nicht mehr zu bekommen. Die Firma Waldmann aus Alzey konnte mittels gelagerter Matritzen (Gummiplatten zur Formung der Plattenoberflächen) aus den 60er Jahren neue Betonplatten im Stil des ursprünglichen Belags kostengünstig anfertigen.

In Abstimmung mit der Denkmalpflege ist zu Dokumentationszwecken der oberste Sitzbereich des 1. Bauabschnitts mit den historischen Platten ausgelegt worden, deren Farbgebung zeitgemäß vielfarbiger war.

Bei der Erneuerung der Pergola wurde Wert gelegt auf konstruktiven Holzschutz (Abschrägung der Balkenoberseiten zum besseren Wasserablauf), der die Lebensdauer der Hölzer verlängert.

Der Baubeginn für den 2. Bauabschnitt ist nach dem Weinmarkt geplant. Vorgesehen ist die Sanierung des seit Jahren undichten Mainblickbrunnens mit der Erneuerung der Wasserspiele nach historischem Vorbild, die Sanierung der Wegebeläge, Mauern und Treppen analog dem 1. Bauabschnitt und die Erneuerung der historischen Rosenrankgitter aus Eisen.

Der Rosengarten ist eine der bedeutendsten historischen Grünanlagen in Mainz. Geplant wurde die Anlage vom Gartenarchitekt Waltenberg aus Nierstein und entstand in ihrer ursprünglichen Form im Jahr 1925 anlässlich der 1. Rosenschau des ‚Vereins der deutschen Rosenfreunde‘.

Im Zusammenhang mit dem 50. Geburtstag des Vereins erfolgte im Jahr 1935 eine Erweiterung und teilweise Umgestaltung des Rosengartens für die erneute ‚Deutsche Jubiläums Rosenschau‘.

Bis 1960 fanden insgesamt vier Rosenschauen statt. In den 60er Jahren kam es wiederum zu einer Umgestaltung und dem Bau des ‚Lesehofs‘ mit Mauereinfassung und Unterstand sowie dem Ersatz der bis dahin wassergebundenen Wegebeläge durch moderne Betonplatten.

Seit dem 31.01.2006 steht der gesamte Stadtpark unter Denkmalschutz. Bekannte Mainzer Rosensorten sind ‚Goldenes Mainz‘ und ‚Mainzer Fastnacht‘. Insgesamt kann man heute 7500 Rosen auf 9.500 m² Fläche sowie die Buchspflanzung als Mainzer Wappen mit Mainzer Rad bewundern.

 
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