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Die Kostheimer Maaraue ist nur eine Vision, sagt der WI-OB und versteht die Aufregung nicht...

...je höher die Wellen  schlagen, je länger werdern die Presseerklärungen. Die AKK-Zeitung ist bekannt dafür, daß Beiträge möglichst ungekürzt erscheinen, in diesem Fall taten wir uns schwer diese lange (überlange?) Presseerklärung ungekürzt zu übernehmen, aber fair wie wir nunmal sind, hier unten folgt sie.

Dabei ist es ganz kurz erklärt: Das ist alles nicht ernst, die spielen nur, keiner beißt! Die wollen unsere Welt nur ein bißchen neu erfinden, naja, Architekten eben...

Architektursommer zeigt Ideen auf – nicht mehr und nicht weniger, sagt der WI-OB

Aufgrund aktueller Medienberichterstattung stellt Wiesbadens Oberbürgermeister klar, dass es sich bei den von der Initiative Architektursommer Rhein-Main 2015 (ASRM) vorgestellten Konzeptideen unter anderem für die Wiesbadener Maaraue (Anm. d. Red.: Gemeint ist die Kostheimer Maaraue) lediglich um urbane Visionen handelt, nicht aber um Pläne, die in der Region umgesetzt werden.

„Ich verstehe die Aufregung nicht. Wiesbaden war schon 2011 einer der Veranstaltungsorte, in denen der regionale Architektursommer stattgefunden hat. Es handelt sich beim ASRM um das Projekt einer Initiative, die sich architektonisch mit dem Rhein-Main-Gebiet beschäftigt und dabei die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf bestimmte Gebäude, Flächen und Gebiete in ihrer Stadt lenken will“, so der Oberbürgermeister. „Daraus haben sich bisher weder Bauprojekte noch Bebauungspläne irgendeiner Art entwickelt.“

Organisatoren des ASRM sind Vereine, die sich zusammengetan haben, um in verschiedenen Städten öffentlich über Architektur nachzudenken. „Ich sehe nicht, wie die künstlerische Beschäftigung und das Nachdenken über neue Entwicklungen unserer Stadt oder der Maaraue schaden könnten“, sagt Gerich.

In einer Pressekonferenz im Mai haben die Organisatoren das Konzept des Architektursommers vorgestellt und erklärt: 2015 soll der nächste Architektursommer Rhein-Main unter Beteiligung der Städte Frankfurt, Darmstadt, Offenbach und Wiesbaden stattfinden.

Veranstalter ist die Initiative „Architektursommer Rhein-Main“, die auch für die Finanzierung der Umsetzung des ASRM verantwortlich ist. „Die Landeshauptstadt Wiesbaden hat für den Architektursommer 2015 also bisher kein Geld in die Hand genommen“, stellt Gerich klar.

Beim ASRM 2015 sollen entwickelte Konzepte als Impulsgeber realisiert und zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten zur Diskussion gestellt werden: in Form von Installationen, Interventionen und Brückenschlägen von Wiesbaden bis Offenbach. „Das bedeutet: Über einen Zeitraum von mehreren Tagen sollen laut Veranstalter in der Region Aktionen stattfinden und Installationen ausgestellt werden. Wir reden hier also von architektonischen Ideen, nicht von Baumaßnahmen“, stellt Gerich klar.

Folgendermaßen haben die Organisatoren dem Oberbürgermeister das Projekt vorgestellt: In Vorbereitung auf den ASRM 2015, sozusagen als Auftakt, wurde im Mai und Juni eine Ausstellung mit dem Titel „ASRM Lab 2014: Region im Fluss“ im Deutschen Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt gezeigt; eine Ausstellung über urbane Visionen und die Zukunft der Rhein-Main-Region.

Zusätzlich waren die Exponate der Ausstellung am Tag der Architektur am 28. Juni in Wiesbaden zu sehen. Die Ausstellung ist entstanden aus einem Architektenworkshop, dem sogenannten „ASRM Lab“, der ebenfalls von der Initiative „Architektursommer Rhein-Main“ veranstaltet wurde.

An diesem Workshop haben acht internationale Architekturbüros aus Paris, Wien, Rotterdam, Berlin, Bonn, Istanbul und London teilgenommen. Sie sollten – so lautete die Workshopaufgabe, die von der Initiative ASRM formuliert wurde – die Potenziale der Region aufspüren, aufnehmen und daraus in architektonischen, städtebaulichen Konzepten übergeordnete Entwicklungsmöglichkeiten für die Metropolregion aufzeigen.

Die durch den ASRM vorgegebenen Schwerpunkte waren dabei die beiden Planungsbereiche an den Rändern von Wiesbaden und Mainz sowie von Frankfurt und Offenbach. Diese beiden Gebiete der Rhein-Main-Region sollten die Architekten neu erdenken: Unter dem Titel „Region im Fluss“ sollten sie neue Impulse für das Zusammenwachsen der Region setzen.

„Der Aufgabe entsprechend haben sich die Architekten in Wiesbaden also hauptsächlich mit AKK beschäftigt, speziell mit Ideen für die Nutzung der Maaraue“, erklärt Gerich.

„Das geschah nicht in Absprache mit der Stadt, sondern die ASRM-Initiative hat die Beschäftigung mit der Maaraue ausgewählt, da das Naherholungsgebiet durch die Verbindung der Städte Mainz und Wiesbaden gut zum Workshop-Titel ‚Region im Fluss‘ passt. Daraus gleich zu schließen, die Stadt wolle die Maaraue neu beplanen, halte ich für weit hergeholt.“

Aus der Aufgabenstellung des Workshops ergebe sich auch die in den Medien zitierte  Bezeichnung der Maaraue als „vernachlässigtes Gebiet“. Das ist keine Meinung, die die Stadt vertritt, sondern so hat die Initiative in ihrer Aufgabenstellung die Gebiete beschrieben, mit denen sich die Architekturbüros im Workshop beschäftigen sollten.

„Selbstverständlich habe ich mich in der Pressekonferenz am 20. Mai deutlich von dieser Formulierung distanziert: Ich habe gesagt, dass ich den Organisatoren des ASRM entschieden widersprechen muss, wenn sie die Fläche so bezeichnen“, erläutert der Oberbürgermeister.

„Aber ich vermute einfach, dass man provozieren muss, um internationale Architekten bei einer Aufgabe kreativ herauszufordern. Wir Wiesbadener* wissen unser Naherholungsgebiet Maaraue jedenfalls sehr zu schätzen, das sollte aktuell auch in anderen Zusammenhängen klar geworden sein.(*...und vor allem die AKKler)

Ich würde mir wünschen, dass in Zukunft bei den Verantwortlichen nachgefragt wird, bevor spekuliert wird, dann wäre so manches Missverständnis erst gar nicht aufgekommen und als Tatsache gedruckt worden“, so der Oberbürgermeister. Er hoffe, dass mit dieser Klarstellung ein wenig die Brisanz aus der Diskussion genommen werden könne.

„Ich bin jedenfalls gespannt, inwieweit die Ideen – und ich sage es nochmal: es sind Ideen, künstlerische Visionen – während des Architektursommers Rhein-Main 2015 in unseren Städten, in unserer Region, sichtbar werden – und zwar nicht durch Bebauungspläne und Neuplanungen, sondern, wie es immer ist beim Architektursommer, durch ein Programm aus Installationen und Aktionen, die die Bürgerinnen und Bürger in Frankfurt, Darmstadt, Offenbach und Wiesbaden dazu ermuntern, sich mit ihrer Stadt zu beschäftigen. Nicht mehr und nicht weniger“, sagt Gerich. Dadurch könnten vielfältige auch fachliche Diskussionen angeregt werden, und das begrüße er sehr.

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