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Kastanienallee: Neuen Pilz im Hirn?

Freitag, 12. September 2014 - 10:30 Uhr

Gemeinsame Presseerklärung der SPD Kostheim, des Arbeitskreis Umwelt und Frieden (AUF) Kostheim und der Initiative „Rettet unsere Kastanien!" anlässlich des heutigen Pressetermins von Stadtrat Oliver Franz (CDU) zum Zustand der Kastanienallee auf der Maaraue

Wir bleiben dabei: Keine Fällung der Kastanienallee!

Wir wissen im Moment -drei Stunden vor dem Pressetermin mit Herrn Dengler und dem Dezernenten Dr. Franz- nicht genau, welchen Keim, welchen Pilz der Dezernent heute aus dem Hut ziehen will.

Uns wurde zugetragen, dass er Untersuchungen habe durchführen lassen, denen zufolge die Bäume von Pseudomonas befallen sein sollen. Wir können nur ahnen, was heute kommt.
 
Zwei Werktage vor der entscheidenden Sitzung des Umweltausschuss geht Dr. Franz mit neuen Fakten an die Öffentlichkeit. Sogenannte Fakten, die in der Kürze der Zeit schwer überprüfbar sein werden.

Und das ist die Methode Franz: Andere ausschalten, andere überrumpeln. Es ist ein Coup, wie man ihn schon von ihm kennt, Tricksereien, die typisch für ihn sind und die wir nicht zum ersten Mal erleben.

Sie kennzeichnen seinen Stil im Umgang mit dem Parlament und den Bürgern. Der Dezernent spielt mit der Zeit, mit Fakten, mit der Wahrheit. Und mit dem Umweltausschuss. Wie glaubwürdig ist so einer?

Im Umweltausschuss weiß man nichts von neuen Untersuchungen. Es wird gerätselt, was heute bei diesem Pressetermin passiert, die Gerüchteküche brodelt.

Warum wird der Umweltausschuss, an den schließlich das Thema Lesselallee von der Stadtverordnetenversammlung verwiesen wurde und der sich seit Monaten damit zu befassen hat, bei einer so wichtigen Frage nicht beteiligt?

Wieder mit dabei ist Roland Dengler, der umstrittene Haus- und Hofgutachter des Grünflächenamtes. Warum werden andere Experten nicht gefragt? Herr Professor Dr. Ulrich Weihs zum Beispiel.

Oder der renommierte Alleenexperte Marko Wäldchen? Beide Experten haben sich gegen die Fällung der hundertjährigen Allee ausgesprochen.

Der Dezernent will die Fällung der Bäume erzwingen. Dafür ist ihm offenbar jedes Mittel Recht. Doch selbst wenn Pseudomonas syringae in einer dafür notwendigen Laboruntersuchung nachgewiesen worden sein sollte, diesen Keim gibt es überall, in jeder Pfütze, er ist kein Grund, die Allee zu fällen.

Wir bleiben dabei: Keine Fällung der Kastanienallee!

Der Bund für Umwelt und Naturschutz in Wiesbaden hat einen brauchbaren Kompromiss vorgelegt, den wir unterstützen können. Wir hoffen darauf, dass es im Umweltausschuss eine Mehrheit für diesen Weg gibt.

Sollte eine Mehrheit im Ausschuss eine Fällung der Allee beschließen, werden wir nach § 8b der Hessischen Gemeindeordnung ein kassatorisches Bürgerbegehren initiieren, um diese Entscheidung aufheben zu lassen.

Wir werden alle politischen und juristischen Möglichkeiten nutzen, um das sinnlose Abholzen alter Bäume in einem Landschaftsschutzgebiet zu verhindern.

Walter Losem (SPD Kostheim) - Frank Porten (Arbeitskreis Umwelt und Frieden Kostheim) - Marion Mück-Raab (für die Initiative „Rettet unsere Kastanien!")

 
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