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Kostheimer Bücherei will im Ortskern bleiben

In der Diskussion um die Bürgerhäuser hat sich jetzt der Förderverein der Stadtteilbücherei Kostheim zu Wort gemeldet.

„Wir lehnen einen neuen Standort für die Kostheimer Bücherei entschieden ab," erklärte die Vereinsvorsitzende Marion Mück-Raab. Im Verein seien die verschiedenen Möglichkeiten in den letzten Monaten immer wieder ausgiebig diskutiert worden, man sei sich einig:

Egal, welche Lösung die Ortsbeiräte Kastel und Kostheim anstrebten, die Kostheimer Bücherei müsse auf jeden Fall an der Stelle im alten Ortskern verbleiben.

Schon mehr als 17.000 Ausleihen in diesem Jahr und rund 1500 Nutzer machten den Stellenwert der Bücherei für Kostheim mehr als deutlich. „Die Bücherei ist an dieser Stelle unverzichtbar."

Gerade bei der Leseförderung für die Kinder leiste die Bücherei eine nicht zu ersetzende Arbeit. Regelmäßig kämen Schulklassen der benachbarten Grundschule in die Bücherei, die umliegenden Kindertagesstätten seien regelmäßig zu Gast:

„Wenn die Wege länger werden, kommen die Kinder seltener - vielleicht gar nicht mehr", argumentierte Mück-Raab. Das halte sie gerade im Zeitalter des Computers für eine katastrophale Entwicklung.

Man dürfe die Bücherei aber auch nicht nur als „Ausleihstation von Büchern" betrachten, für die man nur irgendeinen Raum finden müsse. „Die Bücherei hat in Kostheim eine wichtige soziale Funktion, hier trifft man sich."

Sie biete Raum für kulturelle Aktivitäten wie Lesungen und kleinere Kulturveranstaltungen. Der Förderverein habe in den letzten zwei Jahren ein kulturelles Angebot geschaffen, das in Kostheim sehr gut aufgenommen worden sei.

„Wir haben den Ortskern belebt, und darüber haben sich alle gefreut. Immer wieder wurde der Wunsch laut, noch mehr zu machen - zum Beispiel ein kleines Kulturcafé in der ehemaligen Gaststätte zu eröffnen."

Über solche Wünsche sollte man auch reden. „Menschen wollen nicht in Schlafstädten leben, der Rückgang von Läden und Gaststätten ist in Kostheim schon schlimm genug."

Die Angst sei groß, dass der Ortskern zugebaut werde und die Kostheimer Straßen immer mehr verödeten. Mück-Raab warnte deshalb davor, bei der Frage um die Zukunft des Kostheimer Bürgerhauses nur für Vereine und Veranstalter zu planen:

„Es geht nicht nur um die Frage, wie groß Veranstaltungsräume sein sollten und wieviele man davon braucht - es geht vor allem darum, wie ein lebendiges und lebenswertes Ortszentrum aussehen kann."
 
(Marion Mück-Raab)

 
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