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Keine Windräder ins Wasserschutzgebiet auf dem Taunuskamm!

FDP: Trinkwasser darf nicht gefährdet werden! 

In Folge der Erklärung des Taunussteiner Bürgermeisters Sandro Zehner, seiner Stadtverwaltung liege ein wissenschaftliches Gutachten vor, dass die Wasserschutzgebiete auf dem Taunuskamm von Stufe III auf Stufe II geändert werden müssten, erklärt der Fraktionsvorsitzende der FDP-Stadtverordnetenfraktion:

„Trinkwasser ist neben sauberer Luft die wichtigste Ressource der Menschheit. Deshalb muss bei der Planung des Windparks auch ein besonderes Augenmerk auf die Sicherung der einwandfreien Trinkwasserqualität geachtet werden.

Wir sind sehr erstaunt, dass es nun ein stichhaltiges Gutachten gibt, das die Aussagen von ESWE Versorgung und Windkraftkoalition aus CDU, SPD und Grünen widerlegt.“

Christian Diers erinnerte an den Hydrazin-Skandal in Klarenthal aus dem Jahre 1985. Damals wurden große Teile Klarenthals von der Warmwasserversorgung abgeschnitten, weil über den Heizwasserkreislauf der krebserregende Stoff Hydrazin in das Trinkwasser gekommen war. Kindergärten und Schulen waren damals betroffen, Klarenthaler mussten ins Schwimmbad Kleinfeldchen gehen, um duschen zu können.

„Obwohl sich der angesprochene konkrete Fall sich nicht direkt mit dem Risiko der Verunreinigung des Wasserschutzgebietes durch den Bau von Windkraftanlagen vergleichen lässt, ist Wiesbaden ein gebranntes Kind in solchen Fragen.

Jeder Wiesbadener möchte sich darauf verlassen können, dass sein Trinkwasser von höchster Qualität und gesundheitlich absolut unbedenklich ist. Wir wissen, dass sowohl beim Bau als auch beim Betrieb viele wassergefährdende Stoffe, z.B. in der Hydraulikflüssigkeit verwendet werden.

Es ist daher absolut unverständlich, dass die Windkraftanlagen überhaupt in ein Wasserschutzgebiet hineingebaut werden sollen.“

Das Taunussteiner Gutachten ist von höchster Bedeutung bei der weiteren Planung des Windparks auf dem Taunuskamm: Die Regionalversammlung Südhessen hat beschlossen, dass Wasserschutzzonen der Stufe I und II absolute Ausschlusszonen für Windenergie sind.

„Wir fordern den Wiesbadener Magistrat auf, sich sofort mit den Erarbeitungen der Forscher der Technischen Universität Karlsruhe auseinanderzusetzen.

Die Windkraftbefürworter sind in der Pflicht detailliert zu erläutern, weshalb sie anderer Meinung als hochspezialisierte und erfahrene Wissenschaftler sind. Können sie das nicht tun, muss das Projekt sofort eingestellt werden.

Der schwarz-rot-grüne Windkraftwahn darf nicht die Wiesbadener Trinkwasserversorgung gefährden.“, fordert Diers abschließend.

 
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