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Lesselallee vernebelt...
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Lesselallee vernebelt...

"Vernebelungstaktik des Grünflächendezernenten Franz in Sachen Lesselallee wird nahtlos fortgesetzt." So die Fraktionsvorsitzende Christiane Hinninger...

53 der 71 gefällten Kastanien haben keinerlei Phytophthora-Symptome! GRÜNE vermissen seriöse Aussagen zur gerodeten Lesselallee...

"Es sind alle Bäume vom Phytophthora-Pilz befallen …", so der Originalton von Herrn Dr. Franz in der DREHSCHEIBE, ZDF, vom 5.11.2014.
 
„Woher nimmt Herr Dr. Franz diese Kenntnis?" fragt Ronny Maritzen, Stadtverordneter der GRÜNEN. „Nicht einmal der Haus- und Hofgutachter des Grünflächenamtes hat in seinen Untersuchungen jemals diese Behauptung aufgestellt." Der Dezernent nehme es mit der Wahrheit nicht gerade genau, er stelle einfach ihm genehme Behauptungen auf.

Wie die Komplettrodung der Allee nun erwiesen habe, seien lediglich acht Bäume der Allee so krank gewesen, dass man sie hätte fällen müssen. Zu diesem Ergebnis ist der Göttinger Professor und Baumsachverständige Ulrich Weihs gekommen.

Er hat anhand von Fotos der Baumstümpfe den Befall mit dem Wurzelpilz Phytophthora beurteilt: Danach wiesen 53 der 71 gefällten Kastanien überhaupt keine Symptome auf, weitere sechs Bäume waren nur leicht befallen.

„Das hätte man schon vorher feststellen können", sagt Maritzen. Er bezeichnet es als unverzeihlichen Fehler, dass die Kastanienbäume nicht - wie von den GRÜNEN gefordert - einzeln untersucht worden sind: „Der Befall eines Baumes mit dem Phytophthora-Pilz hinterlässt deutlich sichtbare Symptome.

Ob ein Baum tatsächlich an Phytophthora erkrankt ist, lässt sich im Labor feststellen." Entsprechend sei auch der von der Stadt beauftragte Gutachter Dengler vorgegangen. Maritzen kritisierte aber, dass dieser nur Proben von den Bäumen im Labor untersucht hat, die auffällige Symptomatik zeigten.

„Ob die anderen Kastanien relevant an Phytophthora erkrankt sind, war bis zur Fällung reines Lesen im Kaffeesatz – was sich auf tragische Weise am 4. November 2014 als kolossal und dramatisch unzutreffend herausgestellt hat“, so Ronny Maritzen weiter.

Für entlarvend hilflos hält die GRÜNE Rathausfraktion die presseöffentliche Behauptung des Grünflächenamtes, dass der Rodungsaktion in der Lesselallee auf der Kostheimer Maaraue keine gesunden Bäume zum Opfer gefallen seien.

„Anstatt konkret darzulegen, wie viele der gefällten Bäumen denn nun tatsächlich zweifelsfrei krank und nicht mehr zu erhalten waren, wird die Aussage des Baumsachverständigen Prof. Weihs reflexhaft angezweifelt", moniert Maritzen.

Die Verwaltung und das Dezernat verschanzten sich hinter einem Gutachter, der die Allee seit Jahren totrede, anstatt sich mit anders lautenden und qualifizierten Fachmeinungen ernsthaft auseinanderzusetzen.

„Es ist schon peinlich, wie da die Untersuchungsmethoden eines renommierten Baumsachverständigen und Wissenschaftlers angezweifelt werden, der bereits im April 2014 kritische und nach wie vor unbeantwortete Fragen zu den von der Stadt vorgelegten Gutachten gestellt hat - insbesondere zur Einschätzung der Vitalität der Alleebäume und der Verkehrsgefährdung durch Grünastbruch."

 
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